GP Spanien - Rennen
Wetter: trocken, sonnig, 23-24°C Luft, 26-32°C Asphalt
Barcelona (ESP). Versöhnlicher Ausgang eines schwierigen Wochenendes für das
BMW WilliamsF1 Team: Neun WM-Punkte waren die Ausbeute beim Großen Preis von
Spanien. Juan Pablo Montoya fuhr von Startplatz neun auf Rang vier, Ralf
Schumacher von Startplatz sieben auf Position fünf.
Juan Pablo Montoya: 4.
Ersatzchassis: FW25 04
Schnellste Runde: 1.21,448 min in Rd. 21 (siebtschnellste insg.)
Das Auto war nicht leicht zu fahren, und ich wollte sicher in die Punkteränge
kommen. Wir hatten die Balance verändert, wodurch das Fahrverhalten zunächst
schwieriger wurde, aber in der Schlussphase, als das Grip-Level insgesamt höher
war, haben die Reifen sehr gut gearbeitet. Das Auto hat sich sehr gut
angefühlt. Das Rennen hat mir viel Spaß gemacht, und ich bin froh, dass wir
einige Punkte sammeln konnten.
Ralf Schumacher: 5.
Chassis: FW25 05
Schnellste Runde: 1.20,798 min in Rd. 8 (viertschnellste insg.)
Nach den Tests haben wir hier in Barcelona natürlich mehr erwartet. Aber nach
unseren Schwankungen an diesem Wochenende sind wir mit den Plätzen vier und
fünf im Rennen noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Bei meinem
Ausritt habe ich einen Teil der Verkleidung abgerissen, dadurch hat mein Auto
übersteuert. In den letzten 16 Runden hatte ich einen harten, aber fairen Kampf
mit Christiano da Matta. Insgesamt hat das Wochenende gezeigt, dass wir noch
immer eine Menge Arbeit vor uns haben.
Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Mit beiden Autos Punkte gesammelt zu haben, ist gut für die Konstrukteurs-WM.
Wir hatten keinerlei Probleme bezüglich der Standfestigkeit, und auch die
Boxenstopps haben gut geklappt. Strategisch war es ein schwieriges Rennen.
Nachdem das Safety Car gleich nach dem Start drei Runden lang auf der Strecke
war, haben wir unsere Strategie von drei auf zwei Stopps geändert. Im
Nachhinein denke ich, dass Ralf mit drei Stopps besser abgeschnitten hätte.
Gegen Ende des Rennens hatte er Schwierigkeiten mit dem Fahrverhalten, weil bei
seinem Ausrutscher ins Kiesbett Karosserieteile beschädigt wurden und er viel
Abtrieb eingebüßt hat. Juan war sehr konstant unterwegs.
Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Nach den Schwierigkeiten im Training und Qualifying sind die Plätze vier und
fünf ein versöhnlicher Rennausgang, auch wenn wir nur am Anfang des Rennens das
Tempo der Spitze einigermaßen halten konnten. Juan Pablo hatte ein problemloses
Rennen, während Ralf in der Schlussphase über heftiges Übersteuern klagte. Er
stand in den letzten 16 Runden massiv unter Druck und hat mit hohem Einsatz
seinen fünften Platz erfolgreich verteidigt. Bei seinem Ausrutscher ins
Kiesbett wurde die Kühlluftzufuhr für den Motor in Mitleidenschaft gezogen. Die
letzten Runden sind dadurch zu einem Extremtest bezüglich Wasser- und
Öltemperatur geworden, den der BMW P83 mit Bravour bestanden hat.
Test in Le Castellet: 6./7. Mai Marc Gené, 8./9. Mai Ralf Schumacher