GP Spanien - Qualifying
Wetter: trocken, sonnig; max 21°C Luft, 41°C Asphalt, 44% Luftfeuchtigkeit
Barcelona (ESP). Zum ersten Mal in der Saison 2004 hat ein Pilot des BMW
WilliamsF1 Teams den Sprung in die erste Startreihe geschafft. Juan Pablo
Montoya startet von Platz zwei zum Großen Preis von Spanien. Ralf Schumacher
qualifizierte sich für Startplatz sechs. Im ersten Einzelzeitfahren hatte
Montoya die Ergebnisliste angeführt und sich so die beste Ausgangsposition für
das entscheidende Qualifying gesichert. Ralf Schumacher war Viertschnellster im
Prequalifying gewesen.
Juan Pablo Montoya: 2. (1.15,639 min)
Chassis: FW26 06
Ich freue mich riesig, dass ich aus der ersten Reihe starten kann. Es war mal
wieder an der Zeit. Im Prequalifying hatte mein Auto eine ausgezeichnete
Balance, im Qualifying selbst hatte ich dann mit Übersteuern zu kämpfen, was
leider Zeit gekostet hat. Natürlich will man immer mehr, aber ich glaube, wir
sind sehr gut auf das Rennen vorbereitet. Wir müssen abwarten, wie wir morgen
mit unseren Reifen zurechtkommen. Auf der Strecke hier ist der Verschleiß recht
hoch. Es wird ein langes und hoffentlich spannendes Rennen. Das Ergebnis heute
ist für das gesamte Team und die Motivation jedes einzelnen sehr wichtig. Alle
haben extrem hart gearbeitet. Übrigens: Glückwunsch an Takuma Sato. Es ist gut,
ihn da vorne zu sehen.
Ralf Schumacher: 6. (1.16,293 min)
Chassis: FW26 07
Mit dem Qualifying kann ich natürlich nicht zufrieden sein. Ich habe
offensichtlich nicht das Beste aus meinem Auto herausgeholt. Vor allem im
Mittelsektor hat sich das Auto sehr nervös verhalten. Trotzdem: Von Startplatz
sechs ist noch einiges möglich, denn ich denke, dass wir uns für eine ganz gute
Strategie entschieden haben.
Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Juan hat im Qualifying ausgezeichnete Arbeit geleistet. Er hat gute Chancen,
auch im Rennen angreifen zu können. Es ist schade, dass wir nicht beide Autos
ganz vorn haben. Im freien Training am Vormittag haben wir Fortschritte
erzielt. Wir haben eine gute Rennabstimmung entwickelt und sehen dem Grand Prix
zuversichtlich entgegen.
Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Das ist ein sehr gutes Ergebnis für uns. Ich hatte eigentlich mit zwei Ferrari
in der ersten Reihe gerechnet und auch einen BAR weiter vorne erwartet, aber
Juan hat wirklich eine gute Runde hingelegt. Ralf hatte offensichtlich
Handlingsprobleme, vor allem im zweiten Sektor, was ihn eine bessere
Platzierung gekostet hat. Wir haben am Freitag gesehen, dass die Ferrari mit
ihren Reifen sehr konstante Rundenzeiten fuhren. Ich gehe davon aus, dass
Ferrari auch im Rennen einen Vorteil hat.