EINE MILLION FAHRZEUGE OHNE FAHRER.
BMW Group skaliert erfolgreich automatisiertes Fahren in der Produktion.
- MINI Werk Oxford führt innovative Technologie als vierter Standort ein
- Vom Pilotprojekt zum Serienstandard über Werke, Modelle und Prozesse hinweg
- Optimierter Produktionsprozess und Effizienzgewinn in der Logistik
- Roll-out wird 2027 im BMW Group Werk Spartanburg fortgesetzt
München, Oxford. Die BMW Group hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur digitalen und intelligent vernetzten Produktion erreicht: Eine Million Fahrzeuge wurden bereits automatisiert in den BMW Group Werken mithilfe von „Automatisierten Fahren im Werk“ (AFW) bewegt. Allein im MINI Werk Oxford bedeutete dies im vergangenen Jahr mehr als 53.000 automatisierte Fahrten. AFW optimiert den Produktionsprozess und bringt deutliche Effizienzgewinne in der Logistik mit sich. Das System wird weiter ausgerollt und soll im nächsten Schritt im BMW Group Werk Spartanburg eingeführt werden.
Vom Pilotprojekt zur global skalierbaren Serienanwendung
Das MINI Werk Oxford ist nach Dingolfing, Leipzig und Regensburg das vierte Werk der BMW Group, in dem die Technologie zum Einsatz kommt. Seit dem Pilotstart im Jahr 2022 in Dingolfing hat sich AFW von einer innovativen Technologieerprobung zu einer festen Säule und skalierbaren Serienanwendung entwickelt, die Schritt für Schritt im globalen BMW Group Produktionsnetzwerk ausgerollt wird. Damit unterstreicht die BMW Group ihre Vorreiterrolle bei digitalen und automatisierten Produktionsprozessen. Im Netzwerk der BMW Group erfolgen derzeit durchschnittlich rund 3.500 automatisierte Fahrten pro Tag.
Der Netzwerkansatz ist hierbei entscheidend: AFW ist keine Einzellösung für ein Werk. Die Technologie lässt sich über unterschiedliche Standorte, Fahrzeugarchitekturen und Produktionsabläufe adaptieren. Eine Million automatisiert bewegte Fahrzeuge zeigen den industriellen Reifegrad der Anwendung.
Fahrzeuge können mittels AFW dynamisch auf ihre Umgebung reagieren. Dazu zählen neben Personen auch andere Fahrzeuge, fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), Logistikverkehr sowie temporäre Hindernisse.
Das MINI Werk Oxford ist der erste BMW Group Standort, an dem automatisiert bewegte Fahrzeuge direkt mit bestehenden Anlagensteuerungen vernetzt sind: Das AFW-System positioniert die Fahrzeuge präzise an einer Hebevorrichtung, an der ein definierter Arbeitsschritt durchgeführt wird. Diese automatisierte Interaktion zwischen Fahrzeug und Anlage wird durch eine cloudbasierte Lösung ermöglicht. Sie markiert den nächsten konsequenten Schritt bei der Integration und Skalierung automatisierter Fahrzeugbewegungen im Produktionsumfeld.
Mit Oxford erhält die Technologie einen besonderen Rahmen. Das Werk gilt als Heimat der Marke MINI und blickt auf eine mehr als 100-jährige Industriegeschichte zurück. Hier treffen modernste Software, Sensorik und Cloud-Technologien auf eine Produktionsumgebung, die seit Generationen Teil der britischen Automobilgeschichte ist.
Eine Million automatisiert bewegte Fahrzeuge und der Einsatz der Technologie an inzwischen vier Standorten belegen die Innovationskraft und Skalierungsfähigkeit unseres Produktionsnetzwerks. Wir haben das Potenzial des automatisierten Fahrens im Werksumfeld früh erkannt, im Pilotbetrieb erprobt und konsequent zur Serienreife entwickelt. Nun rollen wir die Technologie weltweit aus.
Automatisiertes Fahren im Werksumfeld ist ein Musterbeispiel dafür, wie wir das Leitbild der BMW iFACTORY in industrielle Praxis übersetzen und damit die Effizienz, Digitalisierung und intelligente Vernetzung unserer Produktion vorantreiben.
Technologieführerschaft durch intelligente Vernetzung
AFW bewegt Neufahrzeuge fahrerlos in definierten Produktions- und Logistikbereichen. Die Technologie basiert auf einer intelligenten Kombination aus externer Sensorik, Cloud-Architektur und hochentwickelter Software zur Bewegungsplanung. Entlang der Fahrstrecken erfassen LiDAR-Sensoren kontinuierlich die Umgebung und ermöglichen die sichere Navigation der Fahrzeuge in Echtzeit. Künstliche Intelligenz unterstützt die kontinuierliche Weiterentwicklung, Simulation und den Betrieb der Technologie. Die BMW Group betreibt in ihrem Werk Dingolfing die größte LiDAR-Infrastruktur Europas: Diese bildet die Grundlage für die automatisierten Fahrmanöver und liefert gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Einsatz im Produktionsverbund.
Durch die erfolgreiche Industrialisierung von AFW nimmt die BMW Group nicht nur innerhalb der Automobilindustrie eine führende Rolle ein. Die entwickelte Technologie setzt auch branchenübergreifend Maßstäbe für automatisierte Bewegungs- und Logistikprozesse in industriellen Umgebungen.
Ausblick: Weiterer Ausbau von AFW im BMW Group Netzwerk
Die BMW Group setzt den Rollout von AFW in ihrem Produktionsnetzwerk konsequent fort. Bereits im kommenden Jahr soll die Technologie auch im BMW Group Werk Spartanburg eingeführt werden. Damit wächst die globale Anwendung weiter und schafft die Grundlage für zusätzliche Einsatzfelder im Produktionsumfeld.
Mit AFW treibt die BMW Group die Transformation zur digitalen, intelligent vernetzten BMW iFACTORY konsequent voran und zeigt, wie Innovationen erfolgreich von einem Pilotprojekt in die industrielle Großserie überführt werden.
Die Technologie für das automatisierte Fahren im Werk wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Embotech entwickelt und über mehrere Ausbaustufen hinweg weiter skaliert. Nach mehrjähriger Partnerschaft zwischen Embotech und der BMW Startup Garage, die innovative Technologien frühzeitig identifiziert und unterstützt, ist die konzerneigene Venture Capital-Gesellschaft BMW i Ventures seit Dezember 2024 finanziell an Embotech beteiligt.
Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanzdienstleistungen. Das BMW Group Produktionsnetzwerk umfasst über 30 Produktionsstandorte weltweit; das Unternehmen verfügt über ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.
Im Jahr 2025 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von 2,46 Mio. Automobilen und über 202.500 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2025 belief sich auf 10,2 Mrd. €, der Umsatz auf 133,5 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2025 beschäftigte das Unternehmen weltweit 154.540 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie der BMW Group, von der Lieferkette über die Produktion bis zum Ende der Nutzungsphase aller Produkte.
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