BMW Motorsport News – Ausgabe 42/14.
Ob in der DTM, in der United SportsCar Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Macau GT Cup: Augusto Farfus und Marco Wittmann in den
Top-10.
Die beiden BMW DTM-Fahrer Augusto Farfus (BR)
und Marco Wittmann (DE) tauschten an diesem Wochenende das Cockpit des
BMW M4 DTM mit dem des BMW Z4 GT3. Sie starteten gemeinsam mit dem
Team AAI Rstrada beim Macau GT Cup auf dem legendären „Guia Circuit“,
dem äußerst anspruchsvollen Stadtkurs in der früheren portugiesischen
Kolonie Macau (CN). Der Einsatz erfolgte im Rahmen des BMW Sports
Trophy Kunden-Programms. Farfus und der diesjährige DTM-Champion
Wittmann kannten den Kurs bereits aus der Vergangenheit. Dort mit dem
BMW Z4 GT3 anzutreten, war jedoch für beide eine Premiere. Der Macau
GT Cup wird im Rahmen des Macau Grand Prix ausgetragen und ist mit
einigen der besten GT3-Fahrzeuge der Welt äußerst stark besetzt.
Farfus beendete das Rennen auf Platz fünf, Wittmann wurde Siebter.
Drei Fragen an… Augusto Farfus.
Augusto, wie zufrieden sind Sie mit ihrem Wochenende in Macau?
Augusto Farfus: „Es war ein gutes Wochenende für uns. Insgesamt war es sehr positiv. Wir konnten viele wertvolle Daten und Erfahrungen über Macau sammeln. Wenn man sich ansieht, auf welchem Level wir in das Wochenende gestartet waren und wie konkurrenzfähig ich dann im Rennen war, dann können wir stolz auf uns sein. Mein Renntempo war ähnlich schnell wie das der Führenden, und wir haben mit dem Auto große Fortschritte gemacht. Platz fünf war dieses Mal das Maximum, das wir erreichen konnten. Doch ich bin überzeugt: Falls wir im nächsten Jahr wieder hier fahren, können wir auf einem wesentlich höheren Niveau einsteigen und uns eine Top-Platzierung zum Ziel setzen.“
Sie kennen Macau sehr gut aus Ihrer Zeit in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft, als Sie dort gewonnen haben. War es eine große Umstellung, nun mit dem BMW Z4 GT3 zu fahren?
Farfus: „Nun, eigentlich ist der Unterschied nicht allzu groß. Aber ich bin zum letzten Mal 2010 in Macau angetreten, und nach vier Jahren muss man sich erst einmal wieder an die Strecke gewöhnen. Zudem ist es hier in Macau beinahe unmöglich, eine freie Runde zu haben, denn es sind mehr als 30 Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke. Wir hatten nur ein 30-minütiges freies Training, in dem viele Autos auf dem Kurs waren, und in der Qualifikation am Samstag habe ich wegen des dichten Verkehrs nur eine fliegende Runde absolviert. Es war eine Herausforderung, denn man kann nicht so frei fahren, wie man möchte, um Informationen zu sammeln. Deshalb fühlt sich dieser fünfte Platz für mich wie ein Podium an. Ich kehre sehr zufrieden nach Hause zurück.“
Warum ist der „Guia Circuit“ in Macau etwas Besonderes und so populär?
Farfus: „Es ist mit Abstand der beste Stadtkurs der Welt. Er ist extrem schnell, recht lang und bietet eine einzigartige Mischung von Kurven. Es gibt die ‚Melco-Spitzkehre‘, die extrem langsam ist und im ersten Gang durchfahren wird, und dann hast du die superschnelle ‚Mandarin-Kurve‘ – und beide Kurven gibt es auf derselben Strecke. Ich würde Macau mit der Nürburgring-Nordschleife vergleichen. Jeder, der dorthin kommt, verliebt sich auf Anhieb in den Kurs.“
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Japanese Super GT: Taniguchi und Kataoka gewinnen mit dem BMW
Z4 GT3 den Titel in der GT300-Klasse.
In einem spannenden Saisonfinale der Japanese Super
GT Championship haben sich Nobuteru Taniguchi (JP) und Tatsuya Kataoka
(JP) den Fahrertitel in der GT300-Klasse gesichert. Im letzten Rennen
in Motegi (JP) belegte das Duo im BMW Z4 GT3 des Teams Goodsmile
Racing & Team Ukyo den dritten Rang. Dieser Podiumsplatz reichte
aus, um den Titelgewinn fix zu machen. Zwar gelang es ihren
Rivalen Katsuyuki Hiranaka (JP) und Björn Wirdheim (SE), mit einem
Sieg im letzten Lauf in der Punktetabelle gleichzuziehen. Doch da
Taniguchi/Kataoka in dieser Saison mehr Rennen gewonnen haben, ging
die Meisterkrone an das BMW Duo. BMW Werksfahrer Jörg Müller (DE) und
Seiji Ara (JP) vom BMW Sports Trophy Team Studie belegten in Motegi
mit ihrem BMW Z4 GT3 den siebten Rang. Sie beendeten die Saison auf
Platz drei der Fahrerwertung. Hiroki Yoshimoto (JP) und Shinya Sato
(JP) kamen im TWS LM corsa BMW Z4 GT3 auf Rang 15 ins Ziel.
FIA WTCC: Franz Engstler beendet WTCC-Karriere mit zwei
weiteren Klassensiegen.
Auf dem „Guia Circuit“ in Macau (CN) ging an diesem Wochenende
eine lange und erfolgreiche Karriere in der FIA
Tourenwagen-Weltmeisterschaft (FIA WTCC) zu Ende: Franz Engstler (DE)
bestritt beim Saisonfinale auf dem berühmten Stadtkurs seine letzten
beiden Rennen in der WTCC. Dabei gelang ihm ein Abschied nach Maß.
Engstler feierte in seinem BMW 320 TC zwei weitere Siege in der
TC2-Klasse. Der 53-Jährige dominierte seine Kategorie in dieser Saison
und hatte bereits vorzeitig als Champion festgestanden. Lokalmatador
Filipe de Souza (MO) wurde in Macau im zweiten BMW 320 TC vom Liqui
Moly Team Engstler in beiden Rennen Dritter dieser Kategorie. Mak Ka
Lok (MO) fuhr im BMW 320 TC des RPM Racing Teams jeweils auf den
vierten Rang der TC2-Wertung. Engstler bestritt 2007 in Macau sein
erstes WTCC-Rennen, seit 2008 gehörte er mit seinem Team zu den
Stammstartern der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Dabei setzte er immer
BMW Rennfahrzeuge ein. Nun beendet das Liqui Moly Team Engstler sein
Engagement in der WTCC, um sich 2015 neuen sportlichen
Herausforderungen zu stellen. Engstler bringt es insgesamt auf 164
Starts und 179 WM-Punkte. Höhepunkt seiner WM-Karriere war der
Gesamtsieg vor heimischem Publikum in Oschersleben (DE) 2011.