BMW Motorsport News – Ausgabe 23/14.
Ob in der DTM, in der United SportsCar Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
VLN: Walkenhorst Motorsport hat doppelten Grund zu feiern.
Der fünfte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft auf der
Nürburgring-Nordschleife (DE) war für das Team Walkenhorst Motorsport
ein großer Erfolg. Henry Walkenhorst (DE) und Ralf Oeverhaus (DE)
fuhren in ihrem BMW Z4 GT3 auf den siebten Gesamtrang, was
gleichzeitig Position zwei in der Klasse SP9 bedeutete. Beim
24-Stunden-Rennen war Walkenhorst Motorsport mit dem gleichen Fahrzeug
ausgezeichneter Achter in der Gesamtwertung geworden. Zusätzlich zum
Erfolg im GT3-Fahrzeug sicherte sich der Rennstall auch den ersten
Platz in der BMW M235i Racing Cup Klasse und damit den 1.500sten
Klassensieg für BMW in der VLN seit dem Beginn der Erfassung im Jahr
1990. Michael Schrey (DE) und Emin Akata (DE) fuhren in dem aufgrund
einer Startverzögerung verkürzten Rennen nach 17 Runden vor den
Fahrzeugen von Rent2Drive Racing und Adrenalin Motorsport über die
Ziellinie. Rolf Derscheid (DE) und Michael Flehmer (DE) siegten mit
ihrem BMW 325i erneut in der Klasse V4 und verteidigten damit ihre
Führung in der VLN-Gesamtwertung. Insgesamt feierten BMW Fahrzeuge
beim 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen sechs Klassensiege.
BMW Junioren: Krohn und Hughes absolvieren fehlerfreies
VLN-Rennen.
Das fünfte VLN-Rennen der Saison war auch
der erste Prüfstein für die BMW Motorsport Junioren. Zwei der vier
Kandidaten bekamen diesmal die Chance, sich im BMW M235i Racing auf
der Nordschleife zu beweisen. Jesse Krohn (FI) und Jake Hughes (GB)
zeigten trotz schwieriger Bedingungen – während des gesamten Rennens
regnete es immer wieder leicht, was zu einer rutschigen, aber nie
komplett nassen Strecke führte – fehlerfreie Leistungen und brachten
das Fahrzeug ohne Probleme auf Platz 58 ins Ziel. Auch die
Rundenzeiten beider Piloten waren vielversprechend. „Ich bin sehr
stolz auf die Jungs“, sagte Instruktor Dirk Adorf (DE). „Wir hatten
für das Wochenende zwei große Ziele: Das Auto heil ins Ziel bringen
und keine Strafen für Regelverstöße kassieren. Beides hat perfekt
funktioniert – und das trotz dieser extrem schwierigen Bedingungen.“
Drei Fragen an… Jake Hughes.
Jake, Du hast gerade Dein erstes Rennen auf der
Nürburgring-Nordschleife hinter Dir. Wie war’s?
Jake
Hughes: „In einem Wort: verrückt! Das war eine völlig neue Erfahrung
für mich. Aber ich habe sie sehr genossen. Im Formelsport waren wir
immer auf ungefähr gleich schnellen Fahrzeugen unterwegs und haben
gegeneinander gekämpft. Hier war ich mit einem vergleichsweise
langsamen Fahrzeug am Start und musste meine Blick zu 80 Prozent in
den Rückspiegel richten und nur zu 20 Prozent nach vorne.“
Wie hat Dir die Nordschleife gefallen?
Hughes:
„Alle, die sagen, dass dies die beste Rennstrecke der Welt ist, haben
Recht. Ich kann mir keine bessere vorstellen. Die Nordschleife stellt
sowohl deine fahrerische als auch deine mentale Stärke auf die Probe.
Du bist mehrmals auf einer Runde mit allen vier Rädern in der Luft. Du
kämpfst mit Unter- und Übersteuern. Dieser Kurs bietet den permanenten
Nervenkitzel, den wir Rennfahrer so sehr lieben.“
Wie beurteilst Du das BMW Motorsport Junior Programm
bisher?
Hughes: „Es ist beeindruckend. Ich habe schon
jetzt sehr viel mehr gelernt, als ich erwartet hatte. Meine Lernkurve
geht senkrecht nach oben. Einen Tourenwagen zu fahren, ist für mich
völlig neu. Ich muss mich an das höhere Gewicht gewöhnen, ich muss
früher bremsen – und ich muss mich dabei noch auf einer völlig neuen
Strecke zurechtfinden. Es gibt in extrem kurzer Zeit extrem viel zu
lernen. Dirk Adorf und die BMW Ingenieure sind mir dabei eine
unglaublich große Hilfe. Generell können wir BMW Junioren uns
glücklich schätzen, dass es einen Hersteller wie BMW gibt, der jungen
Fahrern eine Chance bietet, ohne dass diese viel Geld dafür bezahlen
müssen. Das findet man nicht oft, deshalb bin ich umso dankbarer für
diese Möglichkeit. Ich hoffe, schon beim nächsten Rennen auf der
Nordschleife das diesmal Gelernte umsetzen und mich weiter steigern zu können.“
Blancpain Sprint Series: Zwei BMW Z4 GT3 in den
Top-10.
Turbulentes Wochenende auf dem „Circuit Park
Zandvoort“ (NL): Regen, Wind und eine Safety-Car-Phase haben den
dritten Saisonlauf an der Nordsee zu einem Thriller werden lassen. Mit
gutem Ausgang für die BMW Sports Trophy Teams: Gleich zwei BMW Z4 GT3
schafften den Sprung unter die Top-10. Eine gelungene Premiere feierte
dabei das BMW Sports Trophy Team Schubert. Die Mannschaft aus
Oschersleben (DE) stand erstmals mit ihrem BMW Z4 GT3 in der
Startaufstellung und hat gleich einen Podestplatz erreicht. Dominik
Baumann (AT) und Thomas Jäger (AT) belegten im #76 BMW Z4 GT3 den
zweiten Rang. Matheus Dall´Agnol Stumpf (BR) und Nelson Piquet Jr.
(BR) vom Team AutOrlando Sport kamen auf den achten Platz. Stefano
Colombo (IT) und David Fumanelli (IT) fuhren für ROAL Motorsport auf
Position zwölf. Sergio Jimenez (BR) und Caca Bueno (BR) vom BMW Sports
Trophy Team Brasil sahen auf Position 14 die Zielflagge.
French GT Tour: Platz acht für Tony Samon und Laurent
Cazenave.
In Le Vigeant (FR) fand an diesem Wochenende
das vierte Rennen der French GT Tour statt. Im zweiten Lauf auf dem
„Circuit du Val de Vienne" belegten Tony Samon (FR) und Laurent
Cazenave (FR) im BMW Z4 GT3 von GSE by DKR Engineering den achten
Platz. Pierre Hirschi (CH) und Thomas Nicolle (FR) im BMW Z4 GT3 des
Teams Classic & Modern Racing sahen nach gut einer Stunde als
Zehnte die Zielflagge. Im ersten Lauf hatten sie noch Platz 14 belegt,
während für das Duo Samon/Cazenave die zehnte Position zu Buche stand.
24h Spa: Zuwachs für BMW Fahreraufgebot in den
Ardennen.
Zahlreiche Fahrer, die für BMW Motorsport
schon bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring (DE) am Start gewesen
sind, werden auch beim zweiten Langstreckenhighlight des Jahres, den
24 Stunden von Spa-Francorchamps (BE), im Einsatz sein. Der Klassiker
findet am 26. und 27. Juli statt und bildet auch in diesem Jahr wieder
den Höhepunkt der Blancpain Endurance Series. BMW Werksfahrer Lucas
Luhr (DE) stößt zum BMW Sports Trophy Team Marc VDS und übernimmt den
Platz im BMW Z4 GT3 mit der Nummer 77 von Bas Leinders (BE). Leinders
hat auf einen Start als Fahrer verzichtet und wird sich bei diesem
Rennen voll und ganz seiner wichtigen Rolle als Teamchef widmen. Luhr
teilt sich das Cockpit mit seinem BMW Werksfahrerkollegen Dirk Werner
(DE) und Markus Palttala (FI). Im zweiten Fahrzeug sitzen Werksfahrer
Jörg Müller (DE) sowie die beiden BMW DTM-Piloten Maxime Martin (BE)
und Augusto Farfus (BR). BMW Werkspilot Jens Klingmann (DE) wird für
das Team von TDS Racing ins Rennen gehen. In Alexander Sims (GB)
startet ein weiterer Werksfahrer im BMW Z4 GT3 der Ecurie Ecosse an
der Seite seiner Landsleute Oliver Bryant, Andrew Smith und Alasdair
McCaig. Genauso wie das BMW Sports Trophy Team Marc VDS, TDS Racing
und die Ecurie Ecosse war auch das ROAL Motorsport Team von Roberto
Ravaglia (IT) beim offiziellen Test für den Ardennen-Marathon in
Spa-Francorchamps am Mittwoch mit einem BMW Z4 GT3 dabei.