20
August
2012
|
12:41
Europe/Amsterdam

BMW Motorrad Motorsport - WSBK - Moskau - Vorschau

Zusammenfassung
München/Stephanskirchen, 20. August 2012. Das Team BMW Motorrad Motorsport betritt Neuland: Am kommenden Wochenende (24. bis 26. August) gibt die FIM Superbike-Weltmeisterschaft ihre Russland-Premiere. Auf dem neuen „Moscow Raceway“ wird die elfte der 14 Runden der Saison 2012 ausgetragen. Die Strecke wurde Mitte Juli eröffnet und befindet sich in Wolokolamsk, etwa 80 Kilometer westlich von Moskau. Um den neuen Kurs kennenzulernen, nimmt BMW Motorrad Motorsport mit den Werksfahrern Marco Melandri (ITA) und Leon Haslam (GBR) am Mittwoch vor dem Rennwochenende am offiziellen Infront-Test auf dem „Moscow Raceway“ teil.

Russland – Moskau.

Vorschau.

 

 

24. – 26. August 2012

11. von 14 WM-Rennwochenenden

 

München/Stephanskirchen, 20. August 2012. Das Team BMW Motorrad Motorsport betritt Neuland: Am kommenden Wochenende (24. bis 26. August) gibt die FIM Superbike-Weltmeisterschaft ihre Russland-Premiere. Auf dem neuen „Moscow Raceway“ wird die elfte der 14 Runden der Saison 2012 ausgetragen. Die Strecke wurde Mitte Juli eröffnet und befindet sich in Wolokolamsk, etwa 80 Kilometer westlich von Moskau. Um den neuen Kurs kennenzulernen, nimmt BMW Motorrad Motorsport mit den Werksfahrern Marco Melandri (ITA) und Leon Haslam (GBR) am Mittwoch vor dem Rennwochenende am offiziellen Infront-Test auf dem „Moscow Raceway“ teil.

BMW reist als Führender der Herstellerwertung nach Russland. Nach zehn Rennwochenenden hat der bayerische Hersteller 316 Punkte und damit 13,5 Zähler Vorsprung auf Verfolger Aprilia. In der Fahrerwertung liegt Marco mit 263,5 Punkten auf dem zweiten Rang, sein Rückstand auf Spitzenreiter Max Biaggi (ITA) beträgt 10,5 Zähler. Leon ist aktuell Sechster der Fahrerwertung mit 170 Punkten. Gemeinsam haben die beiden in dieser Saison bereits 433,5 Punkte für das Team BMW Motorrad Motorsport gesammelt.

Das Team begeht in Russland ein Jubiläum: Der erste Lauf auf dem „Moscow Raceway“ ist das 100. Rennen von BMW Motorrad Motorsport in der FIM Superbike-Weltmeisterschaft. Die Zielsetzung für das Wochenende lautet, die Führung in der Herstellerwertung auszubauen und den Rückstand in der Fahrerwertung weiter zu verringern.

 

Moskau aus Fahrersicht:

Marco Melandri:

„Ich reise zum ersten Mal nach Russland. Ich war dort noch nie, es ist eine neue Erfahrung für mich. Die Strecke ist noch ganz neu, aber ich weiß schon ein bisschen etwas darüber, denn ich habe mir im Fernsehen ein Autorennen angesehen. Die Strecke sieht gut und interessant aus. Es gibt einen sehr langsamen Abschnitt, eine sehr lange Gerade und lange Bremszonen. Sie scheint sehr viel Spaß zu machen und einige Überholmöglichkeiten zu bieten.

 

Wir werden den Test nutzen, um die Strecke kennenzulernen und mit der Abstimmungsarbeit zu beginnen. Wir werden zu 100 Prozent konzentriert sein und hart arbeiten, um die Sessions vor der Superpole und den Rennen bestmöglich zu nutzen. Unser Ziel ist, auch in Moskau um die Toppositionen zu kämpfen und so viele Punkte wie möglich zu holen.“

 

Leon Haslam:

„Ich war noch nie in Russland, und es ist immer toll, in neue Länder zu reisen. Auch für die Serie ist es ein Zugewinn: Es ist klasse, wenn eine Weltmeisterschaft in so vielen Ländern wie möglich gastiert. Es ist auch spannend, auf einer neuen Strecke zu fahren. Wir müssen den Kurs erst noch kennenlernen, doch wir testen dort in der Woche vor dem Rennen. Von daher freue ich mich wirklich schon auf Russland. Wenn man auf einer neuen Strecke fährt, geht man anfangs kein so hohes Tempo. Man konzentriert sich zunächst auf seinen Fahrstil und gewöhnt sich an den Kurs, ohne dabei zu viele Änderungen am Bike vorzunehmen. Wenn man dann schneller wird, kann man sich an die Abstimmungsarbeit machen. Es gibt Strecken, an die man sich sehr schnell gewöhnt und auf denen das Bike ähnlich abgestimmt werden muss wie am Rennwochenende zuvor. Es gibt aber auch Strecken, die vom Charakter her einmalig sind, auf denen eine vollkommen andere Abstimmung und ein ganz anderer Fahrstil nötig sind. In Russland werden wir also nach den ersten Testsessions wissen, wie viel Arbeit uns noch bevorsteht.

 

Unser Ziel lautet an jedem Wochenende, zu gewinnen, und in Silverstone hatte ich das Gefühl, dass wir wieder da waren, wo wir hin wollen. Wir sind aus der ersten Reihe gestartet und haben um den Sieg mitgekämpft. Wir waren auf dem richtigen Weg, ich hatte nur einmal mehr Pech. Also werden wir weiter unser Bestes geben, und hoffentlich ist das Glück dann auch wieder auf meiner Seite.“

 

Moskau aus technischer Sicht:

Andrea Dosoli, BMW Motorrad Motorsport Rennleiter:

„Wir alle freuen uns auf das nächste Rennen. Die Veranstaltung in Russland ist sehr wichtig, nicht nur für die Superbike-Weltmeisterschaft, sondern für den gesamten Motorsport. Es ist toll, dass Russland die Chance bekommt, mit uns diese einmaligen Emotionen zu teilen, die es nur im Motorsport gibt. Die Superbike-Weltmeisterschaft wächst und expandiert in neue Länder. Das Rennen in Moskau ist ein gutes Beispiel dafür. Aus sportlicher und logistischer Sicht wird es eine große Herausforderung. Von Teams und Organisatoren war eine lange und eingehende Vorbereitung nötig. Wir sind sicher, dass sich dies lohnt.

Fahrer und Crews bekommen es mit einer neuen Rennstrecke zu tun. Deshalb müssen wir vom ersten Tag an höchst konzentriert arbeiten, um den Kurs kennenzulernen und das Motorrad bestmöglich abzustimmen. Die Rennen am Sonntag werden für die Meisterschaft sehr wichtig sein. Und wir werden alles dafür tun, dass die russischen BMW Fans schöne Erinnerungen von ihrem ersten Superbike-WM-Erlebnis mitnehmen.“

 

Moskau aus Pirelli-Sicht:

Die russische Strecke ist nicht nur für die Fahrer, die dort zum ersten Mal Rennen bestreiten, sondern natürlich auch für Pirelli neu. Deshalb findet am Mittwoch vor den Rennen ein Test statt, bei dem die Fahrer für vorn und hinten je eine SC1- und eine SC2-Mischung testen können. Für das Rennwochenende selbst hat Pirelli neben den Intermediate- und Regenreifen insgesamt sechs verschiedene Arten von Slicks im Gepäck: je drei verschiedene Vorder- und Hinterreifen. Für vorn bietet Pirelli die Standard-SC1-Mischung N1159 und zwei SC2-Varianten an – den P773 und den N508, die in dieser Saison bereits mehrfach eingesetzt wurden. Für hinten stehen den Fahrern neben dem SC2-Reifen N1157 zwei SC1-Mischungen zur Verfügung: der bereits bekannte und beliebte R302 sowie der neue R347. Diese SC1-Weiterentwicklung kam bisher noch nicht zum Einsatz.

 

Hintergrund:

Die FIM Superbike-Weltmeisterschaft gibt ihr Russland-Debüt auf einer neuen, hochmodernen Rennstrecke. Der „Moscow Raceway“ wurde erst vor wenigen Wochen offiziell eröffnet. Die Anlage befindet sich etwa 80 Kilometer westlich von Moskau in Wolokolamsk, direkt an der New Riga Autobahn M9, die die russische Hauptstadt mit dem lettischen Riga verbindet. Die Russen begeisterten sich schon vor 100 Jahren für den Motorsport, und nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ erlebte der Rennsport im größten Land der Welt seine Wiederauferstehung.

 

Der Grundstein für den „Moscow Raceway“ wurde am 1. Oktober 2008 durch den früheren Formel-1-Piloten David Coulthard gelegt. Die offizielle Eröffnung der neuen Strecke erfolgte am 15. Juli 2012 mit einem Rennen der World Series by Renault. Am 18. Juli erhielt der „Moscow Raceway“ von der FIM grünes Licht für die Austragung internationaler Motorradrennen. Die Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft sind die ersten Weltmeisterschaftsläufe auf dem neuen Kurs. Eine Woche später startet die FIA-GT1-Weltmeisterschaft zu ihrem ersten Lauf in Russland.

 

Herzstück der Anlage ist die 4,070 Kilometer lange Rennstrecke, die insgesamt 26 verschiedene Layouts bietet, darunter mit dem 2,5 Kilometer langen Sprintkurs und dem 1,3 Kilometer langen Supersprintkurs zwei parallel nutzbare Varianten. Die Superbike-Weltmeisterschaft trägt ihre Rennen auf der 3,932 Kilometer langen FIM-Streckenvariante aus. Der „Moscow Raceway“ liegt an einem Hang, und das Layout folgt dem natürlichen Gelände mit einigen Bergauf- und Bergabpassagen. Der Höhenunterschied beträgt insgesamt 22 Meter. Die Strecke ist kurvenreich und bietet eine interessante Mischung aus schnellen und langsamen Abschnitten. Dazu kommt eine einen Kilometer lange Gerade, die vom technisch anspruchsvollen Part im Westen der Strecke leicht bergauf in eine Linkskurve zurück auf die Start-Ziel-Gerade führt. Hier können die Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Leon Haslam (GBR) einmal mehr auf die Motorleistung ihrer BMW S 1000 RR zählen.

 

Zum „Moscow Raceway“ gehören auch VIP- und Tagungsräumlichkeiten jeglicher Größenordnung. Auf den Sitztribünen finden derzeit bis zu 30.000 Fans Platz, auf der Naturtribüne kommen bis zu 10.000 weitere Zuschauer unter. Die Tribünenkapazitäten sollen in der Zukunft variabel ausgeweitet werden. Verantwortlicher Architekt ist der bekannte deutsche Formel 1-Streckendesigner Hermann Tilke. Die Betriebsvorbereitungen, Betrieb und Vermarktung der Anlage werden ebenfalls von einem Deutschen verantwortet: Hans-Jörg Fischer, der mit der Speedway Dienste GmbH neue Rennstreckenprojekte weltweit betreut. Die Finanzierung des rund 120 Millionen Euro teuren Projekts wird von einem russischen Privatinvestor, Rustem M. Teregulov, gestemmt. Der Besuch der Superbike-Weltmeisterschaft hat für Russland enorme Bedeutung. Der Vertrag läuft zunächst über zehn Jahre.

Pressekontakt: Benjamin Titz
Tel: +43-662-8383-5310
E-Mail Adresse: benjamin.titz@bmwgroup.com