4. Lauf ALMS am 9. Juli auf dem Nürburgring
Heimspiel der spektakulären Sportwagen - BMW führt in allen Disziplinen
München. Die BMW Sportwagen kommen zur Stippvisite nach Hause - anlässlich
ihres vierten Laufes gastiert die American Le Mans Series (ALMS) am 9. Juli in
Deutschland. Der Termin ist ein Novum in der ALMS und lässt gleichzeitig eine
Tradition aufleben, das 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring.
BMW kommt mit zwei rund 600 PS starken V12 LMR und den Fahrer-Duos JJ Lehto
(FIN)/Jörg Müller (D) sowie Bill Auberlen (USA)/Jean-Marc Gounon (F) als
Spitzenreiter in die Eifel. Nach zwei Siegen durch Lehto/Müller bei den Läufen
zwei und drei in Charlotte (USA) bzw. Silverstone (GB) führt Müller mit 78
Punkten vor Lehto, der auf Grund einer geringeren Anzahl von Führungsrunden nur
auf 76 Zähler kommt. Die folgenden Ränge werden von Panoz- und Audi-Fahrern
belegt, auf den Plätzen neun und elf folgen mit Auberlen (48 Punkte) und Gounon
(39 Punkte) die beiden anderen BMW Piloten. In den Wertungen für Chassis- und
Motorenhersteller sowie in der Team-Meisterschaft führt BMW jeweils mit 74
Punkten vor Audi (63).
"Dieser Vorsprung ist der Verdienst von starken Fahrern und geschickter
Teamstrategie", sagt BMW Motorsport Direktor Gerhard Berger. "Aber", zollt er
der Konkurrenz Respekt, "Audi tritt nun mit dem neuen Wagen an, mit dem sie vor
14 Tagen die 24 Stunden von Le Mans gewonnen haben - wir treten weiterhin mit
dem Auto an, mit dem wir vor zwölf Monaten Le Mans gewonnen haben." Die
Zwischenbilanz für den 99er BMW: Bei zehn Rennen traten je zwei BMW V12 LMR an,
es gab immer Zielankünfte, stets mindestens einen Podiumsplatz und bereits
sieben Siege.
Für die Saison 2000, in der BMW mit Rücksicht auf das Formel-1-Engagement auf
die Verteidigung des 99er Le Mans-Sieges verzichtete, wurde kein neuer
Sportwagen entwickelt. Dr. Mario Theissen, der für die Technik verantwortliche
BMW Motorsport Direktor: "Für uns geht es um Detailverbesserungen und Pflege
der enorm hohen Zuverlässigkeit des Autos."
Teammanager Charly Lamm: "Ich freue mich, dass wir nach fast zwei Jahren
erstmals mit den BMW V12 LMR in Deutschland fahren. In der Favoritenrolle sehe
ich uns nicht. Aber erstens haben wir bei Tests in Mugello die Fahrbarkeit der
Autos verbessert, und zweitens bedeuten die 1000 Kilometer 220 Runden, 2640
Kurven, sicher fünf Tankstopps und an die sechs Stunden Renndauer - wer
gewinnen will, muss das fehlerfrei hinter sich bringen. Das ist eine komplexe
und schwer berechenbare Aufgabe."
Alle vier Piloten, die mit dem BMW V12 LMR in der Prototypenklasse der ALMS
starten, kennen den Nürburgring. So viele Erinnerungen wie Hans-Joachim Stuck
freilich hat keiner von ihnen. Stuck (49), der zusammen mit den Amerikanern
Boris Said und Johannes van Overbeek auf BMW M3 in der GT-Klasse antritt und
derzeit Tabellenzehnter ist, fuhr 1969 in der Eifel sein erstes Autorennen.
Damals kam er nach 300 Kilometern auf der alten Nordschleife mit einem BMW 2002
als Dritter ins Ziel.
Start ist am Sonntag (9.7.) um 12 Uhr, Eurosport berichtet von 19.30 bis 20.35
Uhr.