23
April
2001
|
12:00
Europe/Amsterdam

Großer Preis von Spanien - VORSCHAU

Zusammenfassung
Zum fünften Grand Prix 2001 und zum zweiten Europarennen der Saison reist die Formel 1 nach Spanien. Nach dem Sieg von Imola sind die Erwartungen an das BMW WilliamsF1 Team hoch.

Zum fünften Grand Prix 2001 und zum zweiten Europarennen der Saison reist die
Formel 1 nach Spanien. Nach dem Sieg von Imola sind die Erwartungen an das BMW
WilliamsF1 Team hoch. Aber die Mannschaft weiß, dass es ein schwieriges Rennen
werden wird. Das Team hat seit dem Ende der Saison 2000 viele Testtage auf der
Rennstrecke bei Barcelona verbracht - mit wechselndem Erfolg. Zum GP Spanien
wird die Traktionskontrolle wieder zugelassen, die Ende 1993 verboten worden
war.

Ralf Schumacher
"Barcelona ist mit einer Kombination aus schnellen und langsamen Kurven eine
interessante und anspruchsvolle Strecke. Die Reifenwahl kann dort problematisch
sein. Im vergangenen Jahr wurde ich in Barcelona Vierter, 1999 Fünfter - das
zeigt, dass mir die Strecke liegt. Es ist schwer zu sagen, wo wir diesmal
stehen werden. Wir hatten auf dem Kurs ein paar sehr gute Tests, aber auch
welche, die weniger vielversprechend waren. Außerdem müssen wir noch an unserer
Traktionskontrolle arbeiten. Wir werden sehen, was passiert."

Juan Pablo Montoya
"Barcelona war bisher ein gutes Pflaster für mich. Ich gewann dort 1998 in der
Formel 3000. Wir müssen sehen, wie sich die Dinge jetzt entwickeln. Um ehrlich
zu sein, ich rechne mit einem harten Rennen. Bei unseren Barcelona-Tests im
Dezember und Januar waren wir wirklich stark, aber bei unseren jüngsten Tests
dort schien das Auto nicht ganz so gut zu funktionieren. Ich bin sicher, wir
werden das klären, wenn wir dort sind und dann hoffentlich konkurrenzfähig
sein. Es wird interessant. Ich wünsche mir sehr, dass ich ein Rennen zu Ende
fahren und Punkte holen kann."

Patrick Head
Der Technische Direktor von WilliamsF1 erklärt die Software-Veränderungen, die
in Spanien zum Tragen kommen:
"In Barcelona treten die neuen Regeln in Kraft, die bedeutend mehr Management
für Motor, Getriebe, Differenzial und Kupplung zulassen. Die Traktionskontrolle
wird erlaubt, dafür haben verschiedene Teams verschiedene technische Wege
gefunden. Sie werden anstreben, die Motorleistung zu reduzieren, sobald ein
Durchdrehen der Räder festgestellt wird. Einige mögen dafür Zündunterbrechungen
nutzen, andere Zündverzögerungen oder die Drosselklappen-Steuerung - es gibt
eine Reihe verschiedener Wege oder eine Kombination von Methoden, um zu einem
Ergebnis zu gelangen. Natürlich wäre es viel sagend, wenn Qualifying oder
Rennen auf nasser oder feuchter Strecke stattfinden würden, und wahrscheinlich
sind die Änderungen von geringerer Bedeutung, wenn es trocken bleibt, aber mit
Sicherheit wird es in diesem Jahr viele Strecken geben, auf denen sie von
großer Bedeutung sind. Zur Kupplung ist zu sagen, dass es automatische Starts
geben wird, wenngleich der Auslöser für den Start weiterhin vom Fahrer kommt.
Er wird auf die Amp

el reagieren und einen wie auch immer gearteten Mechanismus in Gang setzen
müssen. Die Differenzial-Kontrolle ist wahrscheinlich nicht so sehr
entscheidend, aber sie gibt uns etwas mehr Freiheit, um die Differenziale im
Sinne des Handlings des Autos zu kontrollieren. In der Lage zu sein, das
Getriebe vollständig zu automatisieren, würde wahrscheinlich keinen so großen
Unterschied ausmachen. Es würde lediglich bedeuten, dass automatisch hoch- und
runtergeschaltet wird, anstatt dass der Fahrer auf die Lichter im Cockpit
reagiert, die ihm dies sagen."

Dr. Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor)
"Natürlich sind die Traktions- und Startkontrolle die größten Veränderungen für
Barcelona, und wir haben daran weiter entwickelt, obwohl Ralf in Imola gezeigt
hat, dass auch ein manueller Start perfekt sein kann. Wie Patrick erklärt hat,
können und werden unterschiedliche Lösungen zum Einsatz kommen. Es bleibt
abzuwarten, welche die beste sein wird. Ich muss sagen, wir haben dieser Tage
alle Hände voll zu tun, und ich bin mir nicht sicher, ob in Barcelona schon
alle Teams ihre optimalen Lösungen parat haben. Generell sind wir froh über die
Einführung von Traktions- und Startkontrolle. Erstens, weil nun die
Spekulationen um Reglementsinterpretationen ein Ende haben. Zweitens, weil BMW
auf dem Sektor der Fahrzeugelektronik immer ein Pionier war. Wir freuen uns,
unsere Kompetenz auf diesem Gebiet nun auch in der Formel 1 demonstrieren zu
können."

· Der Große Preis von Spanien wird über 65 Runden ausgetragen, der Start
erfolgt am Sonntag, dem 29. April, um 14 Uhr. Die Renndistanz auf dem 4,728
Kilometer langen Circuit de Catalunya bei Barcelona beträgt 307.323 Kilometer.
Rundenrekordhalter ist seit 1997 Giancarlo Fisichella, der damals im Jordan
Peugeot eine Runde in 1.22,242 Minuten fuhr. Rennsieger 2000 war der seinerzeit
amtierende Weltmeister Mika Häkkinen (McLaren Mercedes).

Ralf Schumacher, # 5
Nationalität: Deutscher
Geburtstag/-ort: 30. Juni 1975/Hürth (D)
Familienstand: ledig
Wohnort: Monte Carlo (MC)
Größe: 1,78 m
Gewicht: 73 kg
F1-Debüt: 1997, Melbourne, Australien
Bestes Qualifying: 2., 2001 Brasilien
Bestes GP-Ergebnis: 1., 2001 San Marino
GP-Starts: 70
Punkte 2001: 12
Punkte: 98
Schnellste Runden: 3

Juan Pablo Montoya, # 6
Nationalität: Kolumbianer
Geburtstag/-ort: 20. Sept. 1975/Bogota (COL)
Familienstand: ledig
Wohnort: Monte Carlo (MC), Oxford (GB)
Größe: 1,68 m
Gewicht: 72 kg
F1-Debüt: 2001, Melbourne, Australien
Bestes Qualifying: 4., 2001 Brasilien
Bestes GP-Ergebnis: -
GP-Starts: 4
Punkte: -
Schnellste Runden: -


FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2001

Ralf Schumacher Qualifying/Rennen:
Australien: 5./Unfall
Malaysia: 3./5.
Brasilien: 2./Ausfall
San Marino: 3./1.

Juan Pablo Montoya Qualifying/Rennen:
Australien: 11./Ausfall
Malaysia: 6./Ausfall
Brasilien: 4./Unfall
San Marino: 7./Ausfall

Pressekontakt: Joerg Kottmeier
Tel: +49-89-382-23401
E-Mail Adresse: joerg.kottmeier@bmw.de