GP Spanien - Rennen
Wetter: trocken, sonnig; 20-21°C Luft, 31-38°C Asphalt, 43-53% Luftfeuchtigkeit
Barcelona (ESP). Ralf Schumacher belegte Platz sechs beim Großen Preis von
Spanien. Sein BMW WilliamsF1 Team Kollege Juan Pablo Montoya verbuchte wegen
eines Bremsproblems seinen ersten Ausfall in dieser Saison.
Ralf Schumacher: 6.
Chassis: FW26 07
Schnellste Runde: 1.18,548 in Rd. 27 (achtschnellste insg.)
Das Ergebnis entspricht ungefähr unserem derzeitigen Leistungsstand, viel mehr
wäre auch durch einen besseren Start nicht möglich gewesen. Außerdem hatte ich
sehr früh mit Bremsproblemen zu kämpfen, wodurch ich bis zum Schluss sehr
schonend fahren musste. Ich wusste, dass Barcelona nicht zu unseren
Lieblingsstrecken zählen würde, doch insgeheim hatte ich mir schon etwas mehr
erwartet. Wir müssen nun hart an unserer Leistung arbeiten, um endlich an die
Spitze zurückzukommen.
Juan Pablo Montoya: Ausfall an 6. Position nach 46 Runden
Chassis: FW26 06
Schnellste Runde: 1.18,262 in Rd. 28 (siebtstschnellste insg.)
Ich wusste, dass ich in Barcelona ein schwieriges Rennen haben würde. Das war
bisher in jedem Jahr so. Uns war auch klar, dass die Strecke hart zum Material
ist. Im Qualifying waren wir gut, ich habe es in die erste Reihe geschafft.
Aber beim Start habe ich gleich zwei Plätze verloren, und dann bekam ich früh
Probleme mit den Bremsen. Das Bremspedal wurde lang. Nach dem ersten Boxenstopp
besserte sich die Situation. Ich dachte, alles wäre wieder okay. Aber als ich
Boden gutmachen wollte, während Fisichella an der Box war, hat die Bremse
erneut nicht funktioniert. Ich musste aufgeben. So etwas frustriert mich aber
nicht. Das ist mir früher auch schon passiert. Es ist nicht wert, sich darüber
aufzuregen. Man muss das Problem analysieren und ausschalten.
Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1):
Verglichen mit der Spitze war unser Tempo heute enttäuschend. Außerdem haben
wir eine schlechte Entscheidung bezüglich der Bremsenkühlung getroffen. Deshalb
musste Juan Pablo aufgeben, und Ralf war das gesamte Rennen über am Limit, er
musste die Bremsen schonen.
Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
Wenn man von den Plätzen zwei und sechs startet, sind drei Punkte ein mageres
Ergebnis. Beide Fahrer haben am Start Plätze verloren. Wenn drei Teams, wie in
diesem Fall Renault, BAR und wir, in der Lage sind, die gleichen Rundenzeiten
zu fahren, ist ein schlechter Start später kaum noch wettzumachen. Ralf hat bis
zum Ende des Rennens seine ursprüngliche Position zurückerobern können, während
Juan leider ausfiel. Ferrari hat erneut eindrucksvoll dominiert und sich damit
im Kampf um die Meisterschaft weit abgesetzt.
Test in Le Castellet, 11.-14. Mai:
11.-13. Marc Gené, 11., 12. und 14. Antonio Pizzonia, 13. und 14. Montoya