08
Januar
2003
|
14:00
Europe/Amsterdam

BMW wendet Formel1-Technologie auf ORACLE BMW Racing Segelbooten an

Zusammenfassung
Das BMW Technology Office USA in Palo Alto, Kalifornien, wendet die Mikrodisplay-Technologie, die ursprünglich für den Formel 1-Helm von Ralf Schuhmacher entwickelt wurde, nun auch für das Segelteam des ORACLE BMW Racing im Rennen um den America's Cup 2003 an


Auckland/München. Das BMW Technology Office USA in Palo Alto,
Kalifornien, wendet die Mikrodisplay-Technologie, die ursprünglich für
den Formel 1-Helm von Ralf Schuhmacher entwickelt wurde, nun auch
für das Segelteam des ORACLE BMW Racing im Rennen um den
America's Cup 2003 an. Durch eine erfolgreiche Technologie-Übertragung hat BMW
ein integriertes System entwickelt, vorgestellt als Miniature Head-Up-Display,
das Renninformationen in Echtzeit direkt und drahtlos in die Sonnenbrillen der
einzelnen Segler auf dem Boot übermittelt.

Durch die direkte Projektion von Informationen bezüglich des
Rennverhaltens ihres Bootes sind die Rennsegler des ORACLE BMW
Racing besser in der Lage, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren,
ohne auf die herkömmlichen Anzeigen rund ums Boot achten zu
müssen. Eine Onboard-Schnittstelle liefert Informationen über das
Telemetrie-System und sendet diese individuell zugeschnittenen Daten
an die Sonnenbrillen der Segler. Schneller und genauer Zugriff auf
diese Informationen können zu einem deutlichen Vorteil in der
Performance führen.

Die drahtlose Verbindung wurde so designt, dass sie nur auf dem
Segelboot selbst funktioniert. Aufgrund des Regelwerks und der
geringen Reichweite des Systems ist es nicht möglich, Daten von
außerhalb des Bootes an die Empfänger in den Sonnenbrillen zu
senden. TAG HEUER, Sponsor des ORACLE BMW Racing Teams,
stellte ihre TAG Sport Vision Sonnenbrillen zur Verfügung, die von
BMW eigens für das neue System modifiziert wurden.

Das BMW Technology Office in Palo Alto arbeitete eng mit dem
ORACLE BWM Racing Team zusammen und testete das System
während des Tunings und der Übungsrennen. Robert Passaro (30) ist
der Projektleiter der Technologie-Kooperation zwischen BMW und
ORACLE BMW Racing. Das BMW Miniatur Head-Up-Display System
ist ein weiteres Beispiel für den BMW Technologie-Support, der auch
Ermüdungsanalysen von Rumpfkomponenten und Kraftmessungen von
Takelageteilen liefert. Der erste funktionierende Prototyp des
Mini-Head-Up-Display-Konzepts wurde bei BMW von John Ananny
(30), Mitglied des zuständigen Projekt-Teams von BMW Technology
Office in Palo Alto, entwickelt. Passaro und Ananny werden auch in
Auckland vor Ort sein, um das System in die Segelboote zu integrieren.

"Unser großes Ziel ist die Optimierung von Geschwindigkeit und
Performance der beiden Segelboote von ORACLE Racing. Wir
denken, dass die Mikrodisplay-Technologie das perfekte Beispiel
dafür ist, wie eine Technologie, ursprünglich entwickelt für die Formel 1,
im America's Cup Yachting, der Formel 1 des Segelns, Anwendung
finden kann", sagt Robert Passaro, BMW Technology Office USA.

"Das BMW Mini-Head-Up-Display System ist ein großer Fortschritt bei
der Distribution von spezifischen Daten an die einzelnen Segler an
Bord der ORACLE BMW Racing Segelboote. Das BMW-Team setzte
das gesamte Projekt von der Konzeption bis hin zum funktionierenden
System in nur knapp drei Wochen um. Die Ingenieure von BMW haben
ihre Aufgabe mit Bravour erledigt!", anerkennt ORACLE BMW Racing
Team-Mitglied Eric Doyle.

"BMW und ORACLE stehen an der Spitze im modernen
High-Tech-Bereich mit der besten Qualität und den innovativsten
Lösungen. Das BMW Mini-Head-Up-Display System bringt die
Informationstechnologie im Segelbereich ein Stück weiter in das 21.
Jahrhundert. Diese Innovation wird unser ORACLE BMW Racing Team
auf seiner Jagd nach dem America's Cup 2003 unterstützen", so Peter
Holmberg, Mitglied der ORACLE BMW Racing Afterguard.

Pressekontakt: Verena Koessner
Tel: +43-662-8383-9101
E-Mail Adresse: verena.koessner@bmwgroup.at