Team Champions im Sprint Cup: Team WRT gewinnt weiteren Titel in der GT World Challenge Europe.
Barcelona. Das Team WRT hat sich mit seinen BMW M4 GT3 EVOs einen weiteren Titel in der GT World Challenge Europe powered by AWS gesichert. Bei den letzten Sprintrennen des Jahres in Barcelona (ESP) gewann die belgische Mannschaft die Teamwertung des Sprint Cups. Es ist der vierte Titel des Jahres für das Team WRT in dieser Meisterschaft, nachdem es bereits vorzeitig die Sprint-, Endurance- und Combined-Wertungen im Silver Cup gewonnen hatte. Basis für den weiteren Titelgewinn waren starke Aufholjagden der BMW M4 GT3 EVOs des Teams in beiden Rennen. Dazu entschied das Team WRT die Pitstop Challenge für die beste Boxencrew für sich. Grund zum Jubeln hatte auch KPX Motorsport mit einem Gold-Cup-Podium am Samstag.
Das erste Qualifying am Samstagvormittag verlief für die BMW Teams schwierig. Rennen eins am Nachmittag, in dem starker Regen für zahlreiche Dreher und Unfälle sorgte, musste zur Halbzeit mit Roter Flagge unterbrochen werden. David Pittard (GBR) und Jop Rappange (NED) gelang im #77 BMW M4 GT3 EVO von KPX Motorsport eine fantastische Aufholjagd vom letzten Startplatz bis auf den achten Gesamtrang. Damit sicherten sie sich gleichzeitig Platz zwei auf dem Gold-Cup-Podium.
Auch die PRO-Cup-Fahrzeuge des Teams WRT arbeiteten sich von hinteren Startplätzen gut nach vorn. Für die #32 von Kelvin van der Linde (RSA) und Charles Weerts (BEL) stand Rang zehn zu Buche, gefolgt von der #31 mit Jordan Pepper (RSA) und Amaury Cordeel (BEL) auf Position elf. Die #46 von Valentino Rossi (ITA) und Max Hesse (GER) erreichte das Ziel auf Platz 16. Am Samstagabend sprachen die Behörden Unwetterwarnungen vor extremem Starkregen für die Region bis Sonntagnachmittag aus. Der Zeitplan wurde geändert: Das zweite Qualifying wurde gestrichen und Rennen zwei auf Sonntagabend verschoben. Die Startaufstellung basierte auf Zeiten aus dem zweiten freien Training am Freitag. Bestplatzierter BMW M4 GT3 EVO war die #46 auf Startplatz 15.
Lauf zwei wurde bei trockenen und besten Bedingungen ausgetragen. Van der Linde machte bereits in der turbulenten Startphase nicht weniger als 15 Positionen gut. Im weiteren Rennverlauf ging es für ihn und Weerts noch weiter nach vorn, sodass die #32 schließlich Rang sechs belegte. Auch Pepper und Cordeel gelang mit der #31 ein starkes Comeback, das sie dieses Mal bis auf Rang acht führte. Hesse und Rossi lagen mit der Nummer 46 ebenfalls auf Top-10-Kurs, doch dann löste sich die Fahrertür und Rossi musste zu einem ungeplanten Reparaturstopp die Box ansteuern. Für sie war es am Ende Rang 38.
Die dreifachen Silver-Cup-Champions, Matisse Lismont (BEL) und Ignacio Montenegro (ARG), belegten mit dem #30 BMW M4 GT3 EVO des Teams WRT am Samstag den siebten Platz in ihrer Klasse. Am Sonntag wurde Lismont am Start getroffen und das Duo musste das Rennen vorzeitig beenden. Im Bronze Cup ging BMW M Werksfahrer Augusto Farfus (BRA) wieder mit Darren Leung (GBR) an den Start. Das Duo belegte im #991 BMW M4 GT3 EVO von Paradine Competition in beiden Rennen Platz vier in der Klasse.
Die Saison 2026 in der GT World Challenge Europe powered by AWS endet in zwei Wochen (17. Oktober) mit einem abschließenden Endurance-Rennen in Portimão (POR).
Stimmen nach den Rennen in Barcelona:
Vincent Vosse, Teamchef Team WRT: „Ich bin begeistert und stolz auf das Team. Der Sprint Cup ist eine Meisterschaft, die uns besonders am Herzen liegt. Bei 14 Teilnahmen haben wir nun zum zwölften Mal den Titel gewonnen. Ein großer Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben. Etwas ganz Besonderes ist auch der Gewinn der Pitstop Challenge. Bravo an alle Mechaniker für ihre tolle Arbeit. Sie leisten wirklich Außergewöhnliches. Wir haben auch in Barcelona gesehen, wie wichtig die Boxenstopps sind, um Plätze gutzumachen. Nun freuen wir uns auf Portimão.“
Kelvin van der Linde (#32 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, Rennen 1: 10. Platz, Rennen 2: 6. Platz): „Ich bin sehr happy für das Team. Sie haben es echt verdient, auch wenn die vergangenen drei Wochenenden, was die Performance angeht, sehr schwer für uns waren. Wir haben immer zusammengehalten, und ich bin sehr froh, dass wir die Team-Meisterschaft heute noch gewinnen konnten. Das war wirklich ein Top-Rennen: Top-Strategie, Top-Boxenstopps – es hat einfach alles gepasst. Und das Glück war auch ein bisschen auf unserer Seite.“
Jordan Pepper (#31 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, Rennen 1: 11. Platz, Rennen 2: 8. Platz): „Natürlich sind wir in diesem Jahr mit dem Ziel angetreten, auch auf Fahrerseite um die Meisterschaft zu kämpfen. Aber wir hatten einfach keine Saison, in der alles zusammengekommen ist. Trotzdem bin ich wirklich stolz, denn mit den drei Pro-Fahrzeuge konnten wir die Teammeisterschaft gewinnen. Das ist wichtig, denn dahinter steht eine große Gruppe von Menschen, die vom Beginn des Winters an über alle Testprogramme hinweg und an langen Tagen gearbeitet hat und arbeitet. Ihnen diesen Erfolg zu ermöglichen, ist klasse, und ich bin wirklich stolz auf sie. Darüber hinaus konnten wir einige weitere interne Meisterschaften gewinnen, wie zum Beispiel die Pitstop Challenge, bei der unsere Jungs eine unglaubliche Leistung gezeigt haben. Wir haben an diesem Wochenende gezeigt, dass wir mit einer perfekten Umsetzung den Weg nach vorne geschafft haben. Das ist wirklich beeindruckend und nur möglich gewesen dank des gesamten Teams.“
Max Hesse (#46 BMW M4 GT3 EVO, Team WRT, Rennen 1: 16. Platz, Rennen 2: 38. Platz): „Ich freue mich sehr, dass wir mit dem Team WRT die Team Meisterschaft und auch die Pitstop Challenge gewonnen haben. Das haben sie verdient. Wir konnten mit unserer Crew auch ein bisschen dazu beisteuern, von daher können wir happy sein. Leider war unser Wochenende in Barcelona schwierig, und es ist sehr viel gegen uns gelaufen. Aber wir haben nicht aufgegeben, gekämpft und hatten im zweiten Rennen eine gute Pace. Das nehmen wir mit nach Portimão, und da greifen wir wieder an.“