BMW wendet Formel 1-Technologie auf ORACLE BMW Racing Segelbooten an
Auckland/München. Das BMW Technology Office USA in Palo Alto, Kalifornien,
wendet die Mikrodisplay-Technologie, die ursprünglich für den Formel 1-Helm von
Ralf Schuhmacher entwickelt wurde, nun auch für das Segelteam des ORACLE BMW
Racing im Rennen um den America's Cup 2003 an. Durch eine erfolgreiche
Technologie-Übertragung hat BMW ein integriertes System entwickelt, vorgestellt
als Miniature Head-Up-Display, das Renninformationen in Echtzeit direkt und
drahtlos in die Sonnenbrillen der einzelnen Segler auf dem Boot übermittelt.
Durch die direkte Projektion von Informationen bezüglich des Rennverhaltens
ihres Bootes sind die Rennsegler des ORACLE BMW Racing besser in der Lage, sich
auf ihre Aufgaben zu konzentrieren, ohne auf die herkömmlichen Anzeigen rund
ums Boot achten zu müssen. Eine Onboard-Schnittstelle liefert Informationen
über das Telemetrie-System und sendet diese individuell zugeschnittenen Daten
an die Sonnenbrillen der Segler. Schneller und genauer Zugriff auf diese
Informationen können zu einem deutlichen Vorteil in der Performance führen.
Die drahtlose Verbindung wurde so designt, dass sie nur auf dem Segelboot
selbst funktioniert. Aufgrund des Regelwerks und der geringen Reichweite des
Systems ist es nicht möglich, Daten von außerhalb des Bootes an die Empfänger
in den Sonnenbrillen zu senden. TAG HEUER, Sponsor des ORACLE BMW Racing Teams,
stellte ihre TAG Sport Vision Sonnenbrillen zur Verfügung, die von BMW eigens
für das neue System modifiziert wurden.
Das BMW Technology Office in Palo Alto arbeitete eng mit dem ORACLE BWM Racing
Team zusammen und testete das System während des Tunings und der Übungsrennen.
Robert Passaro (30) ist der Projektleiter der Technologie-Kooperation zwischen
BMW und ORACLE BMW Racing. Das BMW Miniatur Head-Up-Display System ist ein
weiteres Beispiel für den BMW Technologie-Support, der auch Ermüdungsanalysen
von Rumpfkomponenten und Kraftmessungen von Takelageteilen liefert. Der erste
funktionierende Prototyp des Mini-Head-Up-Display-Konzepts wurde bei BMW von
John Ananny (30), Mitglied des zuständigen Projekt-Teams von BMW Technology
Office in Palo Alto, entwickelt. Passaro und Ananny werden auch in Auckland vor
Ort sein, um das System in die Segelboote zu integrieren.
"Unser großes Ziel ist die Optimierung von Geschwindigkeit und Performance der
beiden Segelboote von ORACLE Racing. Wir denken, dass die
Mikrodisplay-Technologie das perfekte Beispiel dafür ist, wie eine Technologie,
ursprünglich entwickelt für die Formel 1, im America's Cup Yachting, der Formel
1 des Segelns, Anwendung finden kann", sagt Robert Passaro, BMW Technology
Office USA.
"Das BMW Mini-Head-Up-Display System ist ein großer Fortschritt bei der
Distribution von spezifischen Daten an die einzelnen Segler an Bord der ORACLE
BMW Racing Segelboote. Das BMW-Team setzte das gesamte Projekt von der
Konzeption bis hin zum funktionierenden System in nur knapp drei Wochen um. Die
Ingenieure von BMW haben ihre Aufgabe mit Bravour erledigt!", anerkennt ORACLE
BMW Racing Team-Mitglied Eric Doyle.
"BMW und ORACLE stehen an der Spitze im modernen High-Tech-Bereich mit der
besten Qualität und den innovativsten Lösungen. Das BMW Mini-Head-Up-Display
System bringt die Informationstechnologie im Segelbereich ein Stück weiter in
das 21. Jahrhundert. Diese Innovation wird unser ORACLE BMW Racing Team auf
seiner Jagd nach dem America's Cup 2003 unterstützen", so Peter Holmberg,
Mitglied der ORACLE BMW Racing Afterguard.
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