02
November
2014
|
22:33
Europe/Amsterdam
BMW Motorsport News – Ausgabe 40/14.
Zusammenfassung
Saisonfinale der Blancpain Sprint Series in Baku – Bruno Spengler als Fahrlehrer und Martin Tomczyk mit Gastspiel im Renntruck.
Ob in der DTM, in der United SportsCar Championship oder in unzähligen weiteren Rennserien: Woche für Woche kämpfen BMW Teams und Fahrer um Punkte, Siege und Titel. Auch abseits der Strecke sorgen die Mitglieder der großen BMW Motorsport Familie rund um den Globus für Schlagzeilen. Mit den „BMW Motorsport News“ fassen wir für Sie die Geschehnisse kompakt und informativ zusammen. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
BSS: Saisonfinale in den Straßen von
Baku.
Die Blancpain Sprint Series trug ihr Saisonfinale an diesem Wochenende vor imposanter Kulisse aus: Auf einem Stadtkurs in Baku (AZ), direkt an der Küste des Kaspischen Meers gelegen. Mit dabei waren vier BMW Teams, die insgesamt sechs BMW Z4 GT3 einsetzten: ROAL Motorsport, das BMW Sports Trophy Team Schubert, das BMW Sports Trophy Team Brasil und Triple 888 Racing. Der Samstag verlief für die BMW Teams und Fahrer äußerst viel versprechend. Gleich im ersten Training setzte BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi (IT) in seinem von ROAL Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3 die Bestzeit, im zweiten Training wurde er Zweiter. In der Qualifikation sorgten BMW Werksfahrer Jens Klingmann (DE) und Dominik Baumann (AT) im Auto des BMW Sports Trophy Team Schubert für Top-Zeiten. Doch am Sonntag blieb ihnen der Lohn für ihre starke Performance versagt. Bereits im Qualifikationsrennen am Morgen waren mehrere BMW Z4 GT3 in Unfälle verwickelt. Zanardi wurde von einem anderen Fahrer am Heck getroffen und in eine Mauer gedrückt. Dabei wurde sein BMW Z4 GT3 so schwer beschädigt, dass er im Hauptrennen nicht mehr fahren konnte. Auch Baumann hatte einen unverschuldeten Unfall. Dem Schubert-Team gelang es zwar, den BMW Z4 GT3 im Hauptrennen wieder an den Start zu bringen, doch das Fahrzeug war so beschädigt, dass Baumann und Klingmann vorzeitig aufgeben mussten. Bestplatzierter BMW war der BMW Z4 GT3 von Ricardo und Rodrigo Sperafico (beide BR) vom BMW Sports Trophy Team Brasil, der auf den Positionen zehn und neun ins Ziel kam. Ihre Teamkollegen Matheus Stumpf und Miguel Paludo (beide BR) schieden in beiden Rennen aus. Stefano Colombo und David Fumanelli (beide IT / ROAL Motorsport) hatten im Qualifikationsrennen ebenfalls einen Unfall, im Hauptrennen belegten sie den 14. Platz. Damit schlossen sie die Saison auf dem zweiten Rang der Silver Cup Wertung ab. Joe Osborne und Ryan Ratcliffe (beide GB) fuhren im BMW Z4 GT3 von Triple 888 Racing auf die Plätze 17 und 13.
Die Blancpain Sprint Series trug ihr Saisonfinale an diesem Wochenende vor imposanter Kulisse aus: Auf einem Stadtkurs in Baku (AZ), direkt an der Küste des Kaspischen Meers gelegen. Mit dabei waren vier BMW Teams, die insgesamt sechs BMW Z4 GT3 einsetzten: ROAL Motorsport, das BMW Sports Trophy Team Schubert, das BMW Sports Trophy Team Brasil und Triple 888 Racing. Der Samstag verlief für die BMW Teams und Fahrer äußerst viel versprechend. Gleich im ersten Training setzte BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi (IT) in seinem von ROAL Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3 die Bestzeit, im zweiten Training wurde er Zweiter. In der Qualifikation sorgten BMW Werksfahrer Jens Klingmann (DE) und Dominik Baumann (AT) im Auto des BMW Sports Trophy Team Schubert für Top-Zeiten. Doch am Sonntag blieb ihnen der Lohn für ihre starke Performance versagt. Bereits im Qualifikationsrennen am Morgen waren mehrere BMW Z4 GT3 in Unfälle verwickelt. Zanardi wurde von einem anderen Fahrer am Heck getroffen und in eine Mauer gedrückt. Dabei wurde sein BMW Z4 GT3 so schwer beschädigt, dass er im Hauptrennen nicht mehr fahren konnte. Auch Baumann hatte einen unverschuldeten Unfall. Dem Schubert-Team gelang es zwar, den BMW Z4 GT3 im Hauptrennen wieder an den Start zu bringen, doch das Fahrzeug war so beschädigt, dass Baumann und Klingmann vorzeitig aufgeben mussten. Bestplatzierter BMW war der BMW Z4 GT3 von Ricardo und Rodrigo Sperafico (beide BR) vom BMW Sports Trophy Team Brasil, der auf den Positionen zehn und neun ins Ziel kam. Ihre Teamkollegen Matheus Stumpf und Miguel Paludo (beide BR) schieden in beiden Rennen aus. Stefano Colombo und David Fumanelli (beide IT / ROAL Motorsport) hatten im Qualifikationsrennen ebenfalls einen Unfall, im Hauptrennen belegten sie den 14. Platz. Damit schlossen sie die Saison auf dem zweiten Rang der Silver Cup Wertung ab. Joe Osborne und Ryan Ratcliffe (beide GB) fuhren im BMW Z4 GT3 von Triple 888 Racing auf die Plätze 17 und 13.
Drei Fragen an… Alessandro Zanardi.
Alessandro, das Saisonfinale hat mit der Bestzeit im
ersten freien Training so gut für Sie angefangen, und auch im
Qualifikationsrennen waren Sie stark unterwegs – doch leider war
Ihr Rennwochenende vorzeitig beendet. Wie fühlen Sie sich?
Alessandro Zanardi: „Normalerweise nennt man so etwas ‚bitter-süß’,
aber in diesem Fall war es ‚süß-bitter‘. Es war sehr unglücklich, dass
mein Renntag vorbei war, nachdem mich ein anderer Fahrer im
Qualifikationsrennen in die Mauer gedrückt hat. Ich hatte ein
hervorragendes Auto und war auf dem Weg nach vorne. Daher war es
wirklich schade, dass der Unfall passiert ist. Aber: Das ist Racing.
Ich kann trotzdem recht zufrieden nach Hause reisen, denn ich hatte
ein Wochenende mit einigen Highlights. Im ersten freien Training habe
ich die Bestzeit geholt, und das zweite Training habe ich auf P2
beendet. In der Qualifikation hatte ich Schwierigkeiten, mit meiner
Beinprothese zu bremsen, ansonsten hätte ich problemlos in die Top-6
fahren können. Und im Rennen war ich schnell unterwegs und auf dem Weg
nach vorn. All das zeigt, dass sich unsere harte Arbeit auszahlt, und
dass ich es im Alter von 48 Jahren immer noch mit den jungen und
talentierten Piloten aufnehmen kann. Deshalb bin ich stolz auf das
Vertrauen, das BMW in mich setzt. Ich hätte mich gern mit einem
besseren Ergebnis bei allen bei BMW Motorsport bedankt, aber Pech
gehört zu einer Sportlerkarriere dazu. Manchmal hat man Glück, und
manchmal eben Pech. Heute war definitiv ein solcher Tag.“
Wie hat Ihnen der Stadtkurs in Baku gefallen?
Zanardi: „Diese Strecke ist wie alle Stadtkurse eine ziemliche
Herausforderung, aber sie hat mir auf Anhieb wirklich gut gefallen.
Agilität ist eine der Stärken unseres Fahrzeugs, und mein Auto war
perfekt, um über die Randsteine zu räubern, durch die Schikanen zu
rasen und viel Spaß zu haben. Diese Strecke erinnert mich sehr an die
Kurse, auf denen ich mit den Indycars gefahren bin – damals in den
alten Zeiten, als ich noch jung war.“
Welche Bilanz ziehen Sie nach Ihrer Comebacksaison?
Zanardi: „Zunächst einmal habe ich mich in der Blancpain
Sprint Series sehr willkommen gefühlt. Wir hatten einige wirklich
starke Rennwochenenden, und mit etwas mehr Glück hätten wir über
die Saison einige wesentlich bessere Ergebnisse holen können. Wir
haben häufig gezeigt, dass wir ein konkurrenzfähiges Auto haben.
In Brands Hatch konnten wir das nutzen und haben mit Platz fünf
ein gutes Ergebnis geholt. Am Slovakia Ring und hier konnten wir
die starke Performance unseres BMW Z4 GT3 leider nicht in die
entsprechenden Resultate umsetzen, weil wir wegen der Fehler
anderer Leute ausgefallen sind.“
--
„Drive like Bruno“: Spengler als Fahrlehrer.
Auch nach Ende der DTM-Saison 2014 gönnt sich Bruno Spengler
(CA) keine Ruhepause. Zwei Wochen nach dem zehnten und letzten
Lauf auf dem Hockenheimring (DE) kehrte der BMW Team Schnitzer
Pilot an den Schauplatz des Finales der Tourenwagenserie zurück.
Bei einem Fahr-Event der besonderen Art, das bereits Anfang
Oktober in gleicher Weise auf dem Sachsenring (DE) stattgefunden
hatte, vermittelte der Kanadier den Siegern des BMW Bank
Gewinnspiels „Drive like Bruno“ den Spaß am Rennsport und zeigte
ihnen, was Fahrdynamik pur bedeutet. Auf dem Sicherheitsparcours
gab Spengler den BMW Fans Anschauungsunterricht und Tipps, wie
sie selbst in schwierigen Situationen ihr Fahrzeug perfekt
beherrschen können. Anschließend fuhr der DTM-Champion von
2012 auf der Rennstrecke gemeinsam mit den Gewinnern im
neuen BMW M4. Auf dem Kurs driftete Spengler durch die
Kurven und drehte zur Freude der BMW Fans unzählige
Donuts. „Natürlich habe ich die Reifen richtig qualmen
lassen. Das gehört dazu“, sagte Spengler. „Sonst würde die
Aktion ja auch nicht ,Drive like Bruno’ heißen.“ Als weiteres
Highlight konnten die Gewinner im Rahmen der Formel BMW Racing
Experience am Steuer des Formel BMW FB02 Rennwagens ihr
Rennsport-Talent unter Beweis stellen. „Das Event hat super viel
Spaß gemacht. Es war einfach sensationell, die BMW Fans zu
treffen und ihnen mit dieser Aktion eine große Freude zu
bereiten“, sagte Spengler. „Ich habe viele lachende
Gesichter gesehen. Wir hatten alle zusammen eine
fantastische Zeit.“
DTM: Martin Tomczyk feiert Gastspiel im Renntruck.
BMW DTM-Fahrer Martin Tomczyk (DE) war am Wochenende auf dem Lausitzring (DE) im Einsatz. Er tauschte seinen BMW M Performance Zubehör M4 DTM gegen einen Renntruck und drehte mit dem 5,5 Tonnen schweren und 1.200 PS starken Fahrzeug mehr als 30 Runden. Tomczyk wurde vom international erfolgreichen Team Reinert Racing zu der Testfahrt eingeladen und war von seinem Ausflug in eine deutlich höhere Gewichtsklasse des Motorsports beeindruckt. „Das war eine fantastische Erfahrung“, sagte Tomczyk. Nach einer kurzen Einweisung durfte er selbst ans Steuer und war vor allem beeindruckt vom gewaltigen Drehmoment und der Bremsleistung des Renntrucks. Wenn man bedenkt, wie schwer er ist, dann ist die Verzögerung beim Bremsen wirklich bemerkenswert. Natürlich kann man das Gefühl am Steuer nicht mit dem in einem DTM-Fahrzeug vergleichen, aber ich bin sehr dankbar, dass mir das Team Reinert Racing die Chance auf ein völlig neues Fahrerlebnis gegeben hat.“
BMW DTM-Fahrer Martin Tomczyk (DE) war am Wochenende auf dem Lausitzring (DE) im Einsatz. Er tauschte seinen BMW M Performance Zubehör M4 DTM gegen einen Renntruck und drehte mit dem 5,5 Tonnen schweren und 1.200 PS starken Fahrzeug mehr als 30 Runden. Tomczyk wurde vom international erfolgreichen Team Reinert Racing zu der Testfahrt eingeladen und war von seinem Ausflug in eine deutlich höhere Gewichtsklasse des Motorsports beeindruckt. „Das war eine fantastische Erfahrung“, sagte Tomczyk. Nach einer kurzen Einweisung durfte er selbst ans Steuer und war vor allem beeindruckt vom gewaltigen Drehmoment und der Bremsleistung des Renntrucks. Wenn man bedenkt, wie schwer er ist, dann ist die Verzögerung beim Bremsen wirklich bemerkenswert. Natürlich kann man das Gefühl am Steuer nicht mit dem in einem DTM-Fahrzeug vergleichen, aber ich bin sehr dankbar, dass mir das Team Reinert Racing die Chance auf ein völlig neues Fahrerlebnis gegeben hat.“