3. + 4. Lauf, 18.-20. Mai 2007, EuroSpeedway Lausitz.
Klingmann: "Was für ein Wochenende!"
Klettwitz (20. Mai 2007). Der EuroSpeedway Lausitz war für Jens Klingmann vom
Team Eifelland Racing am Wochenende ein gutes Pflaster. Er siegte sowohl am
Samstag als auch am Sonntag beim Rennen der Formel BMW Deutschland. Zudem
setzte er sich als Trainingsschnellster und zweimaliger Pole-Sitter in Szene.
Jetzt liegt der 16 Jahre alte Leimener an der Spitze der Gesamtwertung.
Klingmann verwies im dritten Lauf seinen spanischen Teamkollegen Daniel
Campos-Hull und Josef Kaufmann-Fahrer Marco Wittmann aus Markt Erlbach auf die
Plätze. Im vierten Lauf siegte Klingmann vor Campos-Hull und Mücke-Pilot Kevin
Mirocha. "Was für ein tolles Wochenende!", fasste Klingmann seine Erfolge
zusammen.
"Als Kevin beim Start plötzlich neben mir war, fuhr mir schon der Schreck in
die Knochen. Zum Glück konnte ich mich gegen ihn behaupten", berichtete
Klingmann von seinem Sonntagsrennen. Mirocha, der seine Fahrt am Samstag nach
einer Kollision nicht beendete, setzte seine guten Vorsätze um. "Ich wollte auf
der Strecke unbedingt die Ruhe bewahren", erklärte der Rookie-Pilot aus Hamm.
Als Konzentrationsgeheimnis trank er vor dem Rennen Apfelsaftschorle mit einer
Prise Salz: "Das macht den Kopf frei."
Campos-Hull sorgte für einen doppelten Teamerfolg von Eifelland Racing. Die
Mannschaft um Teamchef Albert Hamper aus Dudeldorf freute sich umso mehr über
den Triumph, da ihr Truck auf dem Weg zum EuroSpeedway Lausitz verunglückt war
und sie sich für den Einsatz zahlreiche Dinge zusammen leihen mussten. "Da hat
mir ein alter Rennfreund sogar mit einer Zugmaschine aus der Patsche geholfen,
sonst wären wir gar nicht bis in die Lausitz gekommen", sagte Hamper. Sein
Schützling Klingmann bedankte sich für den Einsatz mit Platz eins in der neuen
Gesamtwertung. Dort führt der Baden-Württemberger nach vier von 18 Rennen mit
159 Punkten vor Wittmann (150) und dem Österreicher Philipp Eng (148).
Die Internationalität der Serie zeigte sich eindrucksvoll mit sieben Nationen
in den Top Ten des Sonntagsrennens: Neben den Deutschen Klingmann, Mirocha und
Wittmann platzierten sich der Spanier Campos-Hull auf Platz vier, der
Österreicher Eng auf Platz fünf, der Ire Niall Quinn auf Platz sechs, die
Niederländer Mathijs Harkema und Luuk Glansdorp auf Platz sieben und zehn, der
Brasilianer Tiago Geronimi auf acht und der Franzose Adrien Tambay auf neun.
Für die Fahrer der Formel BMW Deutschland stehen in vier Wochen die nächsten
beiden Rennen auf dem Programm. Sie finden vom 22. bis 24 Juni auf dem
Nürnberger Norisring statt.