24-Stunden-Rennen Nürburgring - Bulletin 5
Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring geht in seine entscheidende Phase.
Vier Stunden vor dem Ende des Marathons belegen die beiden BMW M3 GTR vom Team
BMW Motorsport die Plätze eins und zwei im Gesamtklassement. Seit der 90. Runde
führen Pedro Lamy (PRT), Duncan Huisman (NLD), Andy Priaulx (GBR) und Boris
Said (USA) das Rennen im BMW M3 GTR mit der Startnummer 2 an. Auf dem zweiten
Platz folgt mit sechs Runden Abstand der GT-Sportwagen der Vorjahressieger Dirk
Müller (Burbach), Jörg Müller (Hückelhoven) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau).
Aktuell sitzt Lamy am Steuer des führenden BMW M3 GTR. In der 115. Runde hatte
der 33-Jährige das 500 PS starke Auto von Huisman übernommen. Im Verlauf von
dessen Turn bewies die Nordschleife einmal mehr, wie schnell sich die
Wetterbedingungen in der Eifel verändern können. Der Niederländer fuhr auf
Regenreifen aus der Box, nachdem in einigen Abschnitten der 25,378 Kilometer
langen Strecke heftige Schauer niedergegangen waren. Nur zwei Runden später
steuerte Huisman die Box ein weiteres Mal an, um auf geschnittene Slicks zu
wechseln, da sich die Verhältnisse schlagartig verbesserten. Nur wenige Minuten
später begann es zu hageln, so dass die Schnitzer Einsatzmannschaft beim
Fahrerwechsel auf Lamy Regenreifen aufzog.
Der zweite BMW M3 GTR wird derzeit von Jörg Müller pilotiert. Der 35-Jährige
festigte den zweiten Platz, den die Startnummer 1 in der 90. Runde vom Nissan
Skyline GT-R (Startnummer 44) nach dessen Ausscheiden übernommen hatte. Zuvor
baute Stuck den Vorsprung auf die drittplatzierte Dodge Viper GTS-R von
Teamchef Peter Zakowski aus. Auch Jörg Müller ist nach einem weiteren
Boxenstopp in der 109. Runde auf Regenreifen unterwegs.
Andy Priaulx (BMW M3 GTR, Startnummer 2): "Für mich ist es das erste
24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife. Ich kann nur sagen: Es ist einfach
gigantisch. Nachts sieht man die Fans an ihren Lagerfeuern sitzen und Raketen
aufsteigen lassen. Der bewegendste Moment war aber der Sonnenaufgang über
dieser wunderschönen Landschaft. Es macht sehr viel Spaß, hier zu fahren. Mit
mehreren Runden Vorsprung in Führung zu liegen, macht das Erlebnis natürlich
noch schöner."