Viel Spass mit wenig Aufwand
Die MINI Race Challenge geht 2004 in ihre zweite Saison. Die Experten sind sich
einig: Günstiger kann man nicht Motorsport bei Slaloms und auf der Rundstrecke
betreiben. Einige Änderungen sorgen für noch mehr Spass und Attraktivität.
Saisonstart ist am 20. März auf dem Hockenheimring in Deutschland.
Seit 2003 bereichert die MINI Race Challenge (MRC) die Schweizer
Automobilsportszene. Die MRC richtet sich nicht an bestandene Rennfahrer,
sondern soll MINI Fans, Alltagsfahrern, Jungen und Junggeblieben eine günstige
Gelegenheit für den Einstieg oder die Rückkehr in den Rennsport bieten. Mehr
als 40 Leute nutzten sie im vergangenen Jahr und nahmen an einem oder mehreren
Rennen teil.
Mit rund 5000 Franken konnte 2003 eine komplette Saison bestritten werden.
Diese für eine Meisterschaft gut überschaubaren Kosten lobten am Ende alle
Teilnehmer. "Das Auto macht Spass, und es braucht wenig Aufwand dafür", findet
der Gesamtzweite und Cooper-Kategoriensieger Norbert Sieber. "Als ich das
Reglement sah, habe ich mich nach einem Gebrauchtwagen umgesehen. Ich habe den
MINI Cooper S nur für die Fahrten zu und an den Rennen benützt und etwa 9000
Kilometer abgespult. Aufwand und Kosten waren wirklich gering", bestätigt
Gesamtsieger Pierre Bolle - der Genfer hatte in der Regel auch den längsten
Anfahrtsweg. "Ein sehr gutes Reglement, weil es wirklich die Kosten tief hält.
Der Fahrer und nicht das Geld macht den Unterschied aus", behauptet Patrick
Rossier, der Gesamtdritte der Cooper S.
Ein positives Fazit zieht auch MRC-Rennleiter Marcel Schaub. "Es herrschte eine
tolle, familiäre Atmosphäre, es gab guten Sport, und vor allem verlief die
ganze Saison unfallfrei." Die BMW Group als Importeur des MINI bekennt sich zu
diesem auf privater Ebene initiierten sportlichen Engagement. "Aus unserer
Perspektive ist die MINI Race Challenge sehr erfreulich", versichert Philipp
Odermatt, Leiter Corporate Communications von BMW (Schweiz) AG. "Der MINI ist
einerseits chic, anderseits frech - beides passt hier perfekt zusammen, die
MINI Race Challenge bringt dies gut zum Ausdruck. Wo wir mit dem Classic Mini
aufgehört haben, machen wir hier mit dem New MINI weiter."
Die Initiatoren und Organisatoren der ersten Auflage haben aus Fehlern und
Erfahrungen gelernt und das Reglement für 2004 leicht modifiziert. Ganz unter
dem Motto: Noch mehr Fahrspass bei verhältnismässig geringen Mehrkosten. Aus
diesem Grund wird der Rennkalender attraktiver gestaltet: Vier Veranstaltungen
beinhalten neuerdings Doppelläufe. Nach guten Erfahrungen in anderen
Breitensportserien wird bei diesen Anlässen zuerst ein Slalom und danach ein
freies Fahren auf der Rundstrecke ausgetragen. In einem vorgegebenen Zeitrahmen
darf ungehindert Gas gegeben werden; dabei wird die schnellste gefahrene Runde
gewertet. Drei dieser Veranstaltungen finden auf dem Anneau du Rhin im Elsass
statt, eine erstmals auf dem ehemaligen GP-Circuit von Dijon-Prenois im
Burgund. Zum ersten Mal werden die MINI auch vor grossem Publikum fahren, wenn
im Rahmen des Internationalen Bergrennens Oberhallau im Kanton Schaffhausen im
Rahmen der Schweizer Meisterschaft ein Bergslalom ausgetragen werden darf.
Saisonstart ist schon am 20. März auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg mit
einem Slalom und dem freien Fahren. Newcomer können hier schon erste
Erfahrungen sammeln und dann zwei Wochen später beim Ausbildungskurs auf dem
Anneau du Rhin mit Hilfe von ausgewiesenen Instruktoren an ihrem Fahrstil
feilen. Die Läufe in Frauenfeld, Saanen, Romont und Buochs gehen allesamt im
Rahmen der offiziellen Schweizer Slalommeisterschaft über die Bühne.
Teilnahmeberechtigt ist jede und jeder, der im Besitz eines gültigen
Führerscheins ist. An ACS- und SAR-Veranstaltungen muss eine LOC-Tageslizenz zu
Fr. 25.- oder eine LOC-Jahreslizenz für Fr. 80.- (inkl. der obligatorischen
Unfallversicherung für Fr. 30.-) gelöst werden. Diese LOC-Lizenzen sind ohne
Vorbedingungen erhältlich. Wer in den letzten drei Jahren eine nationale oder
internationale Lizenz gelöst hatte, ist im Gegensatz zu 2003 nicht mehr
startberechtigt. Damit bleiben die unerfahreneren MINI Racer im Tages- und
Jahresklassement unter sich.
Gefahren wird weiterhin in vier Kategorien. Allerdings bilden nun die MINI
Cooper (inkl. One und One D) die Kategorie 1. Die Kategorie 2 ist für die
absolut serienmässigen MINI Cooper S reserviert. Neu gibt es eine Zweiteilung
der Tuning-Fahrzeuge in die Kategorie 3 (gemässigte Modifikationen mit
MFK-Prüfung) und Kategorie 4. In Letzterer gibt es nur wenige Vorschriften in
Bezug auf die Änderungen. Diese Fahrzeuge müssen nicht eingelöst sein, in
diesem Fall aber einen Wagenpass nach Gruppe E1 des ACS-Reglements haben;
ausserdem müssen ihre Fahrer eine REG-Lizenz vorweisen.
Zur Kostendämmung trägt das Reifenreglement bei. Für alle Kategorien sind
normale Reifen mit Strassenzulassung vorgeschrieben; reine Rennreifen (Slicks)
sind verboten. Spezielle Sportreifen mit Strassenzulassung müssen
ausschliesslich von YOKOHAMA stammen. Für die Kategorien 1 bis 3 ist der
Reifentyp vorgeschrieben, in der Kategorie 4 ist er frei aus dem Sortiment von
YOKOHAMA wählbar. YOKOHAMA gewährt im Gegenzug allen Teilnehmern einen
Sonderabatt. Zur Fahrerausrüstung gehört ein Helm nach Snell-Norm 95. Ausser in
der Kategorie 4 sind keine besonderen Sicherheitsausrüstungen am Fahrzeug
erforderlich.
Viele weitere Informationen gibt es unter der neu gestalteten Internetseite
www.miniracechallenge.ch. Dort kann man sich auch online anmelden. Das
ausführliche Reglement und die Ausschreibung können auch direkt bei Rennleiter
Marcel Schaub (Tel. 061 921 39 11) oder über einen MINI Händler bezogen werden.