Erster Spatenstich für das neue BMW Werk Leipzig
Die BMW Group hat heute zusammen mit Vertretern des öffentlichen Lebens den
Festakt für den Ersten Spatenstich für das neue Werk Leipzig begangen. Wie
mehrfach gemeldet, hatte die BMW Group im Juli letzten Jahres entschieden, ihr
neues Werk in die Region Leipzig/Halle zu bauen.
Die Einebnung des Werksgeländes und die Baufeldfreimachung sind überwiegend
abgeschlossen. Baubeginn wird am Ende des zweiten Quartal sein. Als erste
Gebäude werden die Lackiererei und die Energiezentrale entstehen. Zeitversetzt
folgen dann der Karosserie-Rohbau, die Endmontage, das Logistik- und
Versorgungszentrum und das Zentralgebäude. Bis Anfang 2004 sind die
wesentlichen Hochbauarbeiten abgeschlossen.
Im Zuge der Fertigstellung dieser Gebäude wird ab 2003 mit dem Einbau der
Fertigungsanlagen begonnen. Ab Mitte 2004 nehmen die einzelnen
Fertigungsbereiche und damit das gesamte Werk den Erprobungsbetrieb auf. Im
Frühjahr 2005 beginnt die planmässige Produktion von Kundenfahrzeugen.
Mittelfristig werden pro Arbeitstag 650 Automobile der BMW 3er Reihe vom Band
laufen.
Am Festakt nahmen - neben einer Vielzahl weiterer Personen des öffentlichen
Lebens - Bundeskanzler Gerhard Schröder, der Ministerpräsident des Freistaates
Sachsen Prof. Georg Milbradt, der Ministerpräsident des Freistaates Bayern Dr.
Edmund Stoiber und der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Wolfgang Tiefensee
teil.
Die BMW Group wurde durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Joachim Milberg, den
Finanzvorstand Dr. Helmut Panke und den Produktionsvorstand Dr. Norbert
Reithofer vertreten.
In seiner Ansprache betonte Milberg, dass "mit diesem Werk Kapazitäten für
unsere Produktoffensive der nächsten Jahre entstehen. Mit der Erweiterung
unseres weltweiten Produktionsnetzes werden nachhaltige Strukturen geschaffen,
die über viele Jahrzehnte Bestand haben werden."
Der Bundeskanzler hob hervor, dass "die Grossinvestition von BMW in Leipzig ein
beindruckender Beleg für die Attraktivität der neuen Bundesländer im
internationalen Wettbewerb, für die hohe Qualifikation der Arbeitnehmer und für
die Qualität der Infrastruktur in Ostdeutschland ist".
Auf dem neuen Werksgelände werden zukünftig ca. 5.500 neue Arbeitsplätze
entstehen, überwiegend für qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus
Kfz- Metall- und Elektroberufen. Erfahrungsgemäss wird eine ähnlich grosse
Anzahl weiterer Arbeitsplätze bei Unternehmen im Dienstleistungs- und
Zuliefererbereich geschaffen. In den nächsten Jahren werden über eine Milliarde
Euro hier in Leipzig investiert. Mit jeder zukünftigen Produktentscheidung
werden weitere Investitionen folgen.
Möglich wurde die Entscheidung für den Standort Leipzig, weil durch die
konstruktive Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern die "BMW Formel für
Arbeit" entstand. Diese Formel erlaubt - je nach Produktionsvolumen und
Kundennachfrage - eine Betriebsnutzungsdauer von 60 bis 140 Stunden pro Woche.
Verschiedene aufeinander abgestimmte Arbeitszeitmodelle entkoppeln die
persönliche Arbeitszeit der Mitarbeiter von der Gesamtbetriebszeit des Werks.
Weitere beeinflussende Faktoren sind die in Aussicht gestellten Fördermittel
zum Ausgleich der bestehenden Struktur- und Kostennachteile, die vorhandene
oder geplante Infrastruktur für Verkehr, Versorgung und Anbindung, sowie die
Möglichkeit, für das Werk auf die bewährte Zuliefererstruktur im süd- und
mitteldeutschen Raum zurückgreifen zu können.