BMW X5 LeMans bricht die 8-Minuten-Grenze
Nicht erst seit dem Großen Preis von Europa ist BMW für spektakuläre
Rundenzeiten auf dem Nürburgring gut: Nur wenige Tage zuvor hat Rennprofi
Hans-Joachim Stuck im X5 LeMans die 20,8 km lange Nürburgring-Nordschleife in
einer Zeit von sagenhaften 7.49,92 Minuten umrundet. Auf der Geraden erreichte
er dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 311 km/h. Das X5 LeMans
Experimentalfahrzeug basiert weitgehend auf dem Serien-X5 und zeigt die
weitreichenden technischen Reserven des BMW Sports Activity Vehicle auf.
Bisher galt es als praktisch unmöglich, die magische 8-Minuten-Marke in der
sogenannten "Grünen Hölle" mit einem Sports Activity Vehicle zu durchbrechen.
Eine Rundenzeit, wie sie der X5 LeMans realisieren kann, war bisher nur mit
speziell präparierten Renntourenwagen oder reinrassigen Sportcoupés möglich.
Zum Vergleich: Der BMW 320i im Super-Tourenwagen-Cup umrundete den Eifelkurs in
7.37 Minuten und ein moderner BMW Sportwagen wie der 400 PS strarke Z8 benötigt
für diese Distanz unter optimalen Bedingungen 8.16 Minuten.
Das X5 Le Mans Experimentalfahrzeug wurde gegenüber der Serienversion nur
geringfügig verändert. Angetrieben wird es vom V12-Motor des Le Mans
Siegerautos von 1999, der über 700 PS leistet und ein Drehmoment von 720 Nm
liefert. Das Fahrwerk wurde um 30 Millimeter abgesenkt. Die Außenabmessungen
entsprechen im wesentlichen denen des serienmäßigen X5. Im Innenraum ersetzen
vier sportliche Schalensitze die komfortablere Serienausstattung, rundum
dominiert Aluminium.
Die Idee, die hinter dem Experimentalfahrzeug steht, hat einen technischen
Ursprung: Die BMW Ingenieure wollten in der Praxis ausloten und zeigen, wo die
absoluten Grenzen des X5 liegen. Dass dabei ein sehr ansehnliches Schaustück
entstand, das bereits auf dem Genfer Automobilsalon 2000 viel Aufsehen erregte,
war ein willkommener Nebeneffekt.