BMW AG vereinbart Kooperation mit SFT für neuen BMW "X3"
Zusammenarbeit bei Entwicklung und Produktion
München. Die BMW AG und SFT (Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik AG & Co. KG),
Graz (Österreich), eine Tochter des Magna Konzern, haben Kooperationsverträge
über die Serienentwicklung und Fertigung des neuen BMW "X3" Sports Activity
Vehicle vereinbart. Das von Ingenieuren der BMW Group erarbeitete detaillierte
Fahrzeugkonzept wurde an SFT zur Serienentwicklung übergeben. Gestern wurde in
München der entsprechende Fertigungsvertrag unterzeichnet.
Die BMW Group optimiert durch diese Kooperation zur Realisierung des BMW "X3"
Projektes eigene Ressourcen und forciert die Produktoffensive. Mit der Firma
SFT hat die BMW Group einen Partner gefunden, der langjährige Erfahrung in der
Umsetzung von Fahrzeugprojekten hat.
"Wer alleine arbeitet addiert, wer intelligent kooperiert, der multipliziert."
so Prof. Dr.-Ing. Joachim Milberg, Vorstandsvorsitzender der BMW AG. "Die
Kooperation mit SFT steigert die Schnelligkeit sowie die Flexibilität unseres
Unternehmens und ist ein weiterer Meilenstein in der konsequenten Umsetzung
unserer Produktoffensive."
Der BMW "X3" erweitert die X-Familie und ist eine eigenständige Neuentwicklung.
Wie bei allen
BMW Fahrzeugen werden Teileumfänge aus dem BMW Baukasten verwendet. Zudem
werden Kernkompetenz-Felder wie Design, Motorenbau, Einkauf und Kundendienst
sowie die Freizeichnung des Gesamtfahrzeuges weiterhin in der alleinigen
Verantwortung der BMW Group liegen.
Dr.-Ing. Burkhard Göschel, Mitglied des Vorstands BMW AG, Entwicklung und
Einkauf: "Wir stellen schon im Entwicklungsprozess sicher, dass der "X3" durch
und durch ein BMW sein wird. Teilkomponenten, bei denen BMW einen Know-how
Vorsprung hat, werden weiterhin ausschließlich von BMW Ingenieuren entwickelt."
Um SFT in den weltweiten BMW Entwicklungsverbund zu integrieren, werden
Mitarbeiter von SFT bei der BMW Group geschult. Weitere Details zum Produkt
werden in gewohnter Weise vor Markteinführung veröffentlicht.
Für die Fertigung wird SFT in Graz eine neue Montagehalle errichten. Für
Lackiererei und Rohbau werden die bestehenden Anlagen angepasst. Die
projektbezogenen Aufwendungen belaufen sich auf rund Euro 500 Millionen. In der
Produktion werden rund 2.500 Mitarbeiter beschäftigt sein. Der BMW "X3" wird in
Graz für die Weltmärkte produziert werden. Die dortigen Fertigungsanlagen sind
für eine Kapazität von über 300 Fahrzeugen pro Tag ausgelegt. Die Produktion
wird flexibel auf die Nachfrage ausgerichtet. Die Serienproduktion soll im Jahr
2004 aufgenommen werden.
SFT hat in den renommierten Qualitätsuntersuchungen der
J.D. Power & Associates regelmäßig Bestnoten erhalten. Für die
Serienentwicklung wird SFT rund 400 Ingenieure beschäftigen. "Der BMW Auftrag
ist eine weitere Anerkennung unserer Gesamt-Fahrzeugkompetenz, die sich gerade
am Standort Graz auf eine 100-jährige Tradition und Erfahrung in der
Automobiltechnik stützen kann", erklärt Siegfried Wolf, President & CEO Magna
Steyr, der Muttergesellschaft von SFT.
BMW Group in Österreich
Für den Wirtschaftsstandort Österreich spielt die BMW Group bereits heute eine
wichtige Rolle. Insgesamt wurden durch das Engagement der BMW Group in
Österreich bereits über 8.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze geschaffen
und rund Euro 2 Mrd. investiert.
Im Vorjahr überstiegen die Exporte der BMW Group in Österreich die Importe um
über 55% (Exporte: Euro 2,2 Mrd., Importe: Euro 1,4 Mrd.). In Steyr
(Oberösterreich) befindet sich das 1979 gegründete und heute größte Motorenwerk
des BMW Konzerns. Im Jahr 2000 produzierten rund 2.500 Mitarbeiter mehr als
620.000 Vier- und Sechszylinder Benzin- und Dieselmotoren. Dies entspricht rund
zwei Drittel aller weltweit verbauten BMW Motoren. Gleichzeitig ist der
Standort auch das Diesel-Kompetenzzentrum des Konzerns.
Die Vertriebsgesellschaft der BMW Group in Österreich, BMW Austria (gegründet
1978), konnte im Jahr 2000 11.675 Automobile und 1.891 Motorräder an Kunden
ausliefern.