08
März
2004
|
12:00
Europe/Amsterdam

BMW BoxerCup 2004: 1. Lauf, 6. März 2004, Daytona (USA)

Zusammenfassung
Super Saisonstart mit zweiten Platz für Thomas Hinterreiter!

Daytona. Bei strahlender Sonne startete der BMW Motorrad BoxerCup direkt vor
dem legendären Daytona-200-AMA-Superbike-Lauf, angefeuert von begeisterten
Zuschauern, zur Prime-Time im Oval des berühmt-berüchtigten Daytona
International Speedway in seine vierte internationale Saison. Als Bester aus
den zwei Qualifyings war der Österreicher Thomas Hinterreiter (7) vom BMW
Motorrad Austria-Team Hinterreiter hervorgegangen, der seine schnellste
Daytona-Rennrunde aus dem vergangenen Jahr um fast eine Sekunde verbessern
konnte!

Die begehrten Startplätze in der ersten Reihe neben Hinterreiters Pole-Position
erkämpften sich Sébastien Legrelle (45), Richard "Mini" Cooper (47) und Gwen
Giabbani (71). Dahinter reihten sich die Mitfavoriten Stephane Mertens (21),
der Amerikaner Brian Parriott (46), Oriol Fernandez (23) und der Deutsche
Markus Barth (6) vom BMW Niederlassungen Boxer Racing Team ein.

Beim Start aus der Pitlane passt kein Blatt mehr zwischen die Zylinderköpfe,
als 37 donnernde Boxer gleichzeitig ihre Linie durch Kurve 1 ins Infield zur
East-Horseshoe-Kehre beanspruchen. Mit verbissenem Kampf um jeden Zentimeter
Racetrack biegt das Feld in die Steilkurve des Westbanking ein. Von da an
lautet die Devise Vollgas, an den Vordermann ransaugen, raus aus dem
Windschatten und dann im Zentimeterabstand zu Bande und Boxer von oben aus der
Steilkurve auf die Zielgrade runterstechen. Nach der ersten Runde quert
Endurance-Weltmeister Mertens (21) mit hauchdünnem Vorsprung als erster die
Ziellinie, gejagt von Parriott, Barth und Hinterreiter. Schnell wird Mertens
aber von der Spitze verdrängt. Eine Runde später führt der glänzend
auftrumpfende Belgier Legrelle das Feld an. In den folgenden Runden leisten
Barth, Oriol Fernández und Pole-Sitter Hinterreiter verbissene Führungsarbeit,
werden aber immer wieder aus dem Windschatten heraus abgefangen. Hinterreiter
fliegt um den Kurs, die Uhr bleibt für die von ihm gefahrene schnellste
Rennrunde bei 2:04:607 stehen.

In der zehnten Runde kann endlich Brian Parriott zuschlagen. Die Strategie, die
sich der Vorjahreszweite auf seiner Heimatstrecke zurechtgelegt hatte sah vor,
sich in der zweiten Hälfte des Rennens von der Spitzengruppe abzusetzen. Sechs
Runden vor Schluss sieht es aber noch gar nicht danach aus. "Daher wollte ich
einfach nur ein wenig mitcruisen", kommentiert er augenzwinkernd. Nach
Überholmanövern, die nur auf abgesperrter Strecke Begeisterungsstürme auslösen,
kann er sich schließlich von der fünften Position nach vorne schieben. In der
International-Horeshoe-Kehre zieht er schließlich im Infield endgültig an
seinen Widersachern vorbei und lässt sich von da an die Spitze nicht mehr
streitig machen.

Auf den Plätzen kämpfen die Piloten mit mangelnder Haftung auf den tückischen
Farbmarkierungen. So kann sich Parriott erstmals einige Bikelängen absetzen.
Ein unschlagbares Erfolgsrezept - denn ohne Windschatten ist kein Verfolger
mehr in der Lage heranzukommen. Mit dem für dieses Rennen komfortablen
Vorsprung von 2,7 Sekunden, überquert er grinsend die Ziellinie. Nach dem
zweiten Platz des vergangenen Jahres ist er überglücklich, endlich seinen
ersten BoxerCup-Sieg herausgefahren zu haben. "Das Rennen hat mal wieder
gezeigt, dass mindesten sechs der Spitzenfahrer jederzeit in der Lage sind, den
Cup und den BMW M3 zu gewinnen. Ich würde gerne dafür sorgen, dass ich das in
diesem Jahr bin."
Hinterreiter, der trotz suboptimalen Reifendrucks einen hervorragenden
Podiumsplatz über die Ziellinie gerettet hatte, erläuterte trocken: "Meine
Strategie bestand im Wesentlichen darin, zu jedem Zeitpunkt das Gas möglichst
weit aufzureißen." Offensichtlich nicht ganz erfolglos. Innerhalb einer
einzigen Sekunde durchschossen mit Fernández, Hinterreiter, Barth, Legrelle und
Mertens fünf Fahrer im Herzschlagfinale die Lichtschranke. Oriol Fernández, der
das Rennen als zweiter beendet hatte, wurde jedoch aus der Wertung genommen,
nachdem die technische Kontrolle an seiner Maschine Unregelmäßigkeiten ergab.
Damit rückt Markus Barth auf den dritten Rang vor.

Das nächste Rennen startet am 15.05. auf dem Kurs von Le Mans.

Pressekontakt: Verena Koessner
Tel: +43-662-8383-9101
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